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Johannes von Müllers Briefe an Carl Victor von Bonstetten III : geschrieben vom Jahr 1773 bis 1809 ; Briefe an Herrn Charles Bonnet : Briefe an Freunde 1 / herausgegeben von Friederika Brun
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9$ Briefe an Bonstetten.

und Garantie gestillt; wir wünschen, daß es dem,was es so lange war, möglichst wieder genähertwürde. Die Franzosen wissen eigentlich selbernicht, was sie mit der Schweiz machen wollen:sie haben sich über ihren Reichthum, wie über denCharakter ihrer Einwohner geirrt: bald möchteeiner sie theilen (bis an die Aare Frkrch.; bis anden Bodensee Reichsland; Bündten Oesterr.), baldmöchten Andere sie incorporiren; die Meisten vol-lends ausplündern und dann werden lassen, wassie mag. In dieser schrecklichen Krisis wäre mei-ner unwürdig, den einigen Hof, der es noch ambesten mit ihr meint, und das meiste Interessehat, ihr zu helfen, zu verlassen. Gewiß wäre siedann gar verlassen; man kennt sie nur sehr ober-flächlich.

An dem Schicksal der Schweiz werde ich dasvon Europa abnehmen. Wenn sie nicht gerettetwird, wenn ihre Flächen zur Wüste und unsereBergleute Mainoten werden (die, nachdem siealles verloren, ausgehen werden, alles um sichher zu plündern), so ist Schwaben und herab bisHolstein alles, so ist das Außenwerk der österrei-chischen Monarchie, Tyrol, und hinein bis Ungarnalles — verloren; und werden alsdann preußischeFeinheiten retten? Das osmanische Reich ist inAuflösung; an Rußland werden die Polen sich rä-chen; die von den Alpen bis Jütland hinunterwüthende Flamme wird über die Meerengen schla-gen. In dieser fürchterlichen Zeit ist die Stundenoch nicht gekommen (sie wird aber kommen), womir zusteht, aus dem Schauspiel wegzugehen; ichsuche noch, nicht ganz verzweifelnd, irgend eineMarime oder Entschließung, irgend ein heroischesMittel dem Lauf des Verderbens in den Weg zulegen; was unaufhaltbar seyn mag, noch zu per-