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Johannes von Müllers Briefe an Carl Victor von Bonstetten III : geschrieben vom Jahr 1773 bis 1809 ; Briefe an Herrn Charles Bonnet : Briefe an Freunde 1 / herausgegeben von Friederika Brun
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Briefe an Bonstetten.

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14 .

Ein gewisser Franz, der mit Graf Campo-chiaro eben an dem Lage nach Kopenhagen gehenwollte, da ich dir. Liebster, schrieb, und welchemich den Brief, auf daß er freier seyn könnte, mit-gab, ist die Ursache der Verwirrung. Der Mini-ster blieb noch drei Wochen hier, und weil ich mitselbigem weiter keinen Umgang hatte, wußte ich'snicht. Jetzt denke ich, Bon hat denselben undeinen (ich glaube gar, zwei) spätere Briefe. Ichbin übrigens nichr ganz gesund, doch auch nichtkrank, und hoffe, jenes durch Ruhe und Philo-sophie bald wieder zu werden. Am Ende ist nichtswesentlicher; und wer wollte sich verlieren um die,welche sich weder selbst helfen, noch helfen lassenwollen? Ich schrieb dir, warum ich jetzt unmög-lich abkommen kann, und du kennst die Zeiten,welche nicht zulassen, bestimmt aufMonate hinauszu versprechen. Genug; der Gesichtspunkt, dieRichtung bleibt. So hattest sie dn, und folgtestihr, sobald es die Umstände zuließen. Uebngenswankt alles, alles ist in Dunkel gehüllt; es istdaher klug, festen Trittes stehen zu bleiben, woman ist, bis der Horizont sich aufheitert. Daßdu mit dem Jndigenat*) zauderst, und mitder Schweiz dich nicht ohne Noth überwerfen willst,finde ich gut: jenes zwar im Glauben an dieKlugheit deiner dänischen Freunde, hingegen die-ses, weil ich wirklich zu hoffen anfange, das Uebeldürste sich im Vaterlande nach und nach legen,und ein erträglicher Stand der Dinge der Grund

*) Dem dänischen Jndigenatsrecht, welches Hr. vonBynstxtstg auch wirklich später erhielt.

R. d- H.