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Johannes von Müllers Briefe an Carl Victor von Bonstetten III : geschrieben vom Jahr 1773 bis 1809 ; Briefe an Herrn Charles Bonnet : Briefe an Freunde 1 / herausgegeben von Friederika Brun
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Briefe an Bonstetten.

deine Habe ist, umgetrieben wird. Möge dirdein Freund nun das Gestirn seyn können, dasdir dieß rette, wie dich die Freundin.

Wie sehr freue ich mich auf Eure beiderseitigenWerke! Mir ist noch nicht gegeben. Euch nachzu-eifern: jetzt muß ich mehr handeln, und darf selbstdarum nicht schreiben, weil man in Parteizeitengemeiniglich mißverstanden, cvmprvmittirt und(was Ihr dem Vaterland und mir nicht wünschenwerdet) verdächtig und unwirksam wird. Abermeine Hoffnung ist noch immer, um mein 5vstcs(es sind noch dritthalb Jahre) die Ausarbeitungmeiner literärischen Plane zu reaffumiren; die ge-machte und vielleicht noch zu machende Erfahrungwird Ihnen nicht schaden.

Wie Ihr, erwarte ich die Entwickelung desgroßen Drama's von innen; weniger durch dieso eben vollbrachten, als durch die Dinge, welchedie Vorsehung durch die äußeren Umstände nochherbeiführen, möglich machen, erregen wird.

Die gemeinen Herrschaften werden, wo nichtKantone, wenigstens Zugewandte, Schirmlande,seyn. Für die Veränderung der Gränzen einzelnerKantone bin ich nicht: das Eigenthumsrecht isteben so heilig, als das des größten Reichs; undwodurch wäre es verwirkt? War Bern nicht Mut-ter des Landes? Dachte das kleine Unterwal-den nicht groß? Eine permanente, vollwichtigeTagsatzung für die Zeit dieses Krieges ist unent-behrlich; nachmals werde es gemäß der Umständegehalten. Deine Vorschläge gäben mehr Schnell-kraft; aber die verträgt sich nicht mit unserer Lage,und das Gute könnte verloren gehen aus Vorliebezum Bessern. Für künftige Landwehre muß aller-dings besser gesorgt, die Bünde müssen enger ge-macht werden; es ist aber nie zu vergessen, daß