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Briese an Bonstette«.
net; aber schnell sage mir dann deine Ideen.
Gruß und Verehrung der geist- und seelenvollenFreundin, deren Porträt mich begeistert, und de-ren Briefezum Porträt sich verhalten wie reinerAether zu erngekörperter Grazie. Adieu.
Wien, 27 Sept. 1799 - ,
24.
Ueber Europa im Ganzen, glaube ich, siehst duzu schwarz. Die Unfälle (die wenigstens, welche :sich in den oberen Landen ereignet haben), die Miß- ,stimmung haben wenige Ursachen hervorgebracht, <
die sich, wenn man will, heben lassen: die Macht- ;
Verhältnisse gewähren eine ganz beruhigende Aus- ,sicht: weder die Erschöpfung noch der Mißmuth <und die innere Gährung sind bei uns auf demGrade, wie beim Feinde; in Ansehung der letztemPunkte ist gar kein Vergleich, und jene ist immernoch sehr erträglich; so, daß wenn jene paar Sachen, &
die ich nicht schreiben kann, anders werden, meine p
Hoffnung des besten Erfolgs noch so fest ist, als f (
mitten im' Sommer. Ich fühle also mit dir die p
ganze Last des Kummers für unser unglückliches 3
Vaterland; nur quält mich die Zukunft weniger, ^
weil ich sichere Remedien kenne, und, so schwer 3C
man daran gehen mag, man dieselben endlich dochergreifen wird. »
Die Abhandlung im deutschen Mercur über die ^
Freiheit lese ich heute; er kömmt mir spät zu, weit st
ich ihn in Gesellschaft halte. Ich bin begierig zu h,
sehen, was du von der prostituirten Wetze gesagt et
hast. ck
Dieser Tage las ich Suhm Compendium (der- ^
gleichen sonst keines; aber dieses als Resultat derErforschungen eines großen Gelehrten); und ich di