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Briefe an Bonstetten.
deren jeder von seinem District gewählt wäre,überlassen würde! Ich habe auch gedacht, wie,wen» ein Census würde, wornach das Vermö-gen die Regierungsfähigkeit gäbe? DergleichenIdeen können mehrere ausgedacht werden. Diedeinige ist eine der besten; nur scheint sie gar zuumkehrend. Spiele, und was sonst zur Sitten-bildung gehört, übergehe ich, ja nicht als unrich-tig, sondern weil wir jetzt nur von Anordnungund Vertheilung der Gewalten reden, die diesesalles alsdann machen würden.
Aber die Feder fallt einem aus der Hand beidem Gedanken, wie vergeblich unsere Raisonne-ments wenigstens jetzt noch sind! Siebt man diemindeste Schonung, den mindesten Gedanken aufdie Erhaltung, die Bildung des armen Landes,bei denen, welche bisher allein darin befehlen?Und was helfen die Reden der, ich will glaubenin die besten Hände, und gewiß in sehr wenige,concentrirten Regierung ? Hat sie nun eine Kraft,welche unserer altmodischen Eidgenossenschaft ge-fehlt hatte? Zum klaren Beweis, daß ohne Ruhe,ohne Neutralität, wir verloren sind, und vor al-lem aus eben diese gesucht werden muß. —
Morgens arbeite ich mir vielem Vergnügenan Fortsetzung der Schweizergeschichte; nun ebenan einem sonderbaren Capitel über die Dcnkungs-art und Literatur in der Mitte des XV Jahr-hunderts. Darin kommen allerlei Betrachtungenvor, die der Onkel und der Schwager*) in ihre»Schweizerhistorie» nicht haben.
*) Die Herren Tscharner und Wattevitte, Verfasser(übrigens der besten von den ältern) Geschichtender Schweiz.