Briefe an Bonstetten.
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So eben Briefe aus Schaffhausen; sie bewegen«reine ganze Seele, obwohl meinen Freunden«icktö mehr, als Andern geschah; wenige Details,nur Ausdrücke von Schrecken, Leid, Jammer,Ruin. In mehrern Gassen, noch mehr auf demLande, wurde geplündert. Altvrfer, auch alsSchriftsteller bekannt, Verbesseret 'unserer Schu-len, ein wahrer Weiser, alt nun und kränklich,an Einem Tage zwei, drei Mal mit auf die Brustgesetztem Bajonnet. — Ich muß abbrechen, kanndie Feder nicht mehr halten. Adieu, Edle, Beste.
Wien, rr Mai
1800 .
35.
Bomüdti>nct kam bald nach meinem letzten,und wie erfreulich, waö er alles mitbrachte! Seiteinigen Tagen haben wir die Ludvlfs; da dennviel Herzliches von der verlassenen Freundin, undüber 'meinen Bon gesagt worden. Alles höchstnöthig, um das Leben noch erhaltungswerth zufinden. Denn obwohl Genua gefallen, obwohlHeer und Festnngen unangetastet sind, und aucham Rhein besseres Glück noch nicht unmöglichgeworden, gleichwohl fühlt gewiß in der weitenWelt niemand besser als Sie, wie mir zu Mutheseyn muß; nicht (das ist mein einiger Trost) alshatte ich mir etwas vorzuwerfen, sondern weil,da alles Vorgesehene und Vorgesagte so eintrifft,mir schwarz vor den Augen wird, über dem Ge-danken , daß noch jetzt ich Kassandra seyn muß.
— Von diesen Trauersccnen eile ich auszuru-hen über Friedchens Reisetagbuch. Da der Erz-herzog sein Eremplar wohl nicht hergeben wird,so liefere ich hiemit meine Bemerkungen. Vor-erst vermuthe ich S. 8, daß Bogenau wohl