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Johannes von Müllers Briefe an Carl Victor von Bonstetten III : geschrieben vom Jahr 1773 bis 1809 ; Briefe an Herrn Charles Bonnet : Briefe an Freunde 1 / herausgegeben von Friederika Brun
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aSKieffc an Bonstetten.

ich überhaupt, als schief und halb nur zu reden;ich habe es einigemal müssen thun; undwie ist's mir, eben von Euren nordischen Philo-sophen genommen worden! Ihr werdet sagen, war-um ich denn bleibe? Und ich frage, Bon! dich,der du meine äußerste Verlegenheit 1781 f. sahst:soll ich nun, in dieser Periode der Verwirrung und* Erschütterung, in meinem 5vsten Jahre wieder indie weite Welt hinaus um ein Stück Brod? Dennin der Schweiz habe ich ja alles verloren. Unddennoch (denn mein Herz sollst du nicht verkennen)wäre ich bereit, bis auf das Nothwendige herun-ter alles aufzuopfern, wenn ich z. B. dem armenVaterlande wesentlich dienen könnte. Das müßteaber nichck durch irgend eine Broschüre seyn, aufdie achtet kein Mensch; und wäre sie demosthenisch,in 4 Tagen ist die Erschütterung vorbei. Es laßtsich für dasselbe Land nichts machen, ohne die, welcheüber dasselbe die Gewalt haben. Folglich sah ichnichts Besseres zu thun, als was ich wirklich thue.Meine Composition setze ich fort» und zwar mitgleicher Unbefangenheit, wie auf einer Insel in derSüdsee, tadle auf Einer Seite die alte und neueRegierung, sage alle Wahrheiten, die sich mir dar-bieten, lasse aber vor der Hand keinen Buchstabendrucken, sondern warte hiezu günstigere Umstände,oder allenfalls meinen Tod ab. Indeß erfülle ichmeine Berufsgeschäfte, und leiste auch sonst, wo ichkann, mit Rath und That, bekannten und unbe-kannten Menschen, selbst mit Aufopferungen, allemöglichen Dienste. Und wenn ich Euch meine Her-zensmeinung so schreibe, so scheint Euch das trockenund kalt, und Ihr wollet mich, weim Ihr hierherkommet, nicht besuchen*). Dieses, liebe Freunde,

. *) Ich habe den Brief der Freundin wieder überlesen.