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Johannes von Müllers Briefe an Carl Victor von Bonstetten III : geschrieben vom Jahr 1773 bis 1809 ; Briefe an Herrn Charles Bonnet : Briefe an Freunde 1 / herausgegeben von Friederika Brun
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Briefe an Bonstetten.

prüft, als eben H. von Schwytz ohne von deinenSachen zu wissen, eine ähnliche mir vorgetragen.Sie hat Empfehlendes. Dennoch kann ich ihr nochnicht beifallen. Mir scheint, wir stimmen überden Geist unserer Verfassung nicht überei». Beimir ist für die Schweiz ruhiges Glück die einige ,Tendenz, und stäte Neutralität hiezu unentbehr-lich : was rasche Entschlüsse erleichtert, widersprichtdiesem Zweck. Dadurch sind wir, da nur vier Kan-tone waren, in den cimbrischcn, dadurch in denrömischen Krieg verwickelt worden. Es ist mirauch nicht viel daran gelegen, ob jeder Kanton einpaar Staatsmänner hat: ich will nur die haus-väterlichen Tugenden, und dann einen wachendenCongreß mit einem Präsidenten, der keinem inseinem Hauswesen etwas sage, alle aber zusam-menhalte und warne. Je heftiger rund herum undfern die Erschütterungen stnd, desto großer derTrost für ganz Europa, daß ein unschuldiges fried-sames Äsylum irgendwo sey.

*) Die Briefe an deinen Vater im Magazinhabe ich auch wieder gelesen; sie sind Meisterstücke,denn da sieht man dich ganz, und wie gut undgeistreich und liebenswürdig. So sah ich dich z»Schinznach; so sind deine Grundzüge noch; dar-um liebe ich dich ewig.

Gewiß werden wir auf diese Art nach einigenZähren.... aufhören zu seyn. Es ist unbegreif-lich. Ueberhaupt scheint mir die Wiederkunft desalten Chaos der Barbarei auf dem Wege; duwirst Verwirrung in aller Welt bald an der Tags-vrdnung sehen. Das ist, was abspannt, ich kann

*) Fragmente von Jugcntbricftn S. SS- v. Bonstetten.

A. d. H-