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Briefe an Bonstetten.
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Hier zwei Briefe der edlen Louise. Die Fi-kangieri wird geradezu geantwortet haben. Wassagt Bon von der Schweiz? Mich erfreut dieThat, diese kraftvolle Aeußerung des National-unwillens. Mit theilnehmender Freude sehe ichBern zum drittenmal durch einen Erlach befreit.Ich erwarte mit heißhungriger Begierde den Aus-gang, und besonders die große Neuigkeit, ob dieSieger sich zu mäßigen wissen. Wir sehen unsdiesen Winter, oder im Frühjahr zu Frascati.Leben Sie wohl, Edle, Einige! Möge der südlicheHimmel wieder gut machen, was der rauhe Nord2hnen verdarb!
Wien, ; Dec. 1802.
Gleim schrieb mir, Bonstetten habe ihn ummeine Briefe an ihn gebeten. Hierüber EinWort! Was Sie gethan, Freundin, ist schönund gut. Aber jene würden diesen Briefendoch wohl nicht gleich seyn. *) Auch mögen ßeUrtheile enthalten, die ick schwerlich noch unter-schreiben würde. Von der Zeit an bis jetzt.
war ich in einer meist gepreßten Lage, bald ge-drückt, bald gehemmt. Also bitte ich nur, wenig-stens nichts aus dieser Periode drucken zu lassen,ohne daß ich es zuvor sehe. Daß ich es gesehen,hätten wir darum doch nicht nöthig zu sagen.
*) Diese Briefe wurden der Herausgeberin der Briesedes jungen Gelehrten an seinen Freund, vom ehr-würdigen Gleim zur Publicirung übersandt. Al-lein sie lehnte den Auftrag aus jenen vom Verfas-ser angeführten Gründen ab.