«riefe an «onstetten.
259
blendet zu werden. 3dj kann aber betheuern, vonkeinem Reich eine bessere, und kaum eine so wohlgeschriebene Schilderung, nie so viele neue, undhelle und sanft schattirte Gemälde, nie solchen Reich-thum angenehmer und nützlicher Bemerkungen bei-sammen gesehen zuhaben. Frage niemanden; durch-lies es noch einmal, und nimmermehr; wenn dunoch zweifelst, nenne dich nicht, und sieh hinterdem Vorhang hervor dem Schicksal des Buches zu.Nenne es: Briefe über einige Alpenthä-ler, crst.cr Theil; dieß fordere ich, um derFortsetzung sicherer zu seyn. Was mir vornehm-lich gefällt, ist die Präcision des Ausdrucks, welcheden Beobachtern nicht eigenthümlich zu sevn pflegt.Es ist weit besser geschrieben, als Saussure, wel-cher in seinen Reisebeschreibungen beides, viel zukleine und außcrwesentliche Sachen, und mit allzuvielen Worten verzeichnet. Die Kleinigkeiten, diedas beiliegende Blatt bemerkt, sind vielleicht keine,und gewiß keine wichtigen Fehler, also beweisen sienur die Aufmerksamkrit meiner Lectüre; einige we-nige scheinen mir nicht ganz unerheblich, sobaldich nach Bern komme, will ich alles übersetzen*).Also zweifle keinen Augenblick. Mehr und mehrliebe ich dich, seit ich dich mit Schriftstellern zu ver-gleichen habe, und wie begierig sehne ich mich nachunserer Sommcrreise!
Ich bitte dich, mir von Walthers Schweizer-Historie zu sprechen. Macht sie meine unnütz?Welche Manier hat er? Cäsars?
Meine Mutter begehrt von mir einen Besuch.Also ist mein Plan: den i Mai nach Bern, bis
) Die «riefe über ein schw. Hirtenkenleden warennLmtich zuerst französisch geschrîeren. A. d. H.