Briefe an Bonstetten.
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angesehen ist, als er neulich vernahm, daß ich dievornehmsten Länder nach und nach zu sehen wünschte,hatte den Gedanken, ich sollte dieses Jahr Hollandvornehmen, und alsdann mit ihm dahin; er hatso viele Verbindungen mit Staatsmännern dersel-ben Republik, daß ich nicht leicht lehrreicher dieseReise thun konnte; die Frau von Charriöres gäbemir Briefe; und wer weiß, ob, wenn ich jenemgefiele, er mir nicht in England nützlich seyn könnte,ob ich nicht gar einen Schritt über den Canal thäte?Doch bin ich einerseits mißtrauisch in meine Ge-schicklickkeit jemanden zu gefallen, und hauptsächlichandrerseits besorgt, es möchte in diesem Zustandeder Sachen hart scheinen, mich so weit von Hrn.Tr. zu entfernen, daher, wenn ich zugleich meinejungen Jahre, unvollkommnen Kenntnisse derStatistik und Hoffnung vorerst bekannt zu werden,und nach längerem Studium nützlicher zu reisen,erwäge, ich geneigt bin, keinen Gebrauch hievoirzu machen. Es ist Vergnügen genug für mich,daß einer der achtungswürdigsten Männer meineGesellschaft gewünscht hat. Alles dieses, wie über-haupt alles, was mich anbetrifft, durchaus nurunter uns.
Daß didicisse fideiiter artes, emollit moresnec sinit esse serös, fühle ich täglich durch meinezunehmende Begierde mit Wissenschaften in Wahr-heit nützlich zu werden, und Ruhm darum zu er-werbe»/ um wenigstens durch Fürwort vielen an-dern zu dienen. Daß deines Freundes Gemüthdes deinigen würdig wird, darf ich dir sagen, weilich dir das Gegentheil auch niemals verschweige.Wahrhaftig machen viele Fehler, zu denen dasTemperament verführt hat, mir viele einsameStunden unangenehm, nicht ihrer selbst wegen,sondern der Meinung wegen, welche ich durch die»2. ». Nüüeri sänrmtt. Werke. XXXVI. 14