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Johannes von Müllers Briefe an Carl Victor von Bonstetten III : geschrieben vom Jahr 1773 bis 1809 ; Briefe an Herrn Charles Bonnet : Briefe an Freunde 1 / herausgegeben von Friederika Brun
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Briefe an Bonstetten.

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Ein junger Mann, der mit eines andern (ab-wesenden) Weib lebte, vernahm des letztern naheAnkunft; als nun beide unmöglich fühlten, ohneeinander glücklich zu leben, ordneten sie alles ihrGeräthe und Vermögen auf das reinlichste undgenaueste, gingen an einem schönen Mittag nichtanders als viele andere spazieren, und an einemeinsamen Ufer der Arve, welches ein ferner Bauergesehen, umarmten sie einander, und starben indem Strom.

Ich bewnndereAnshelms*) Wcltkenntniß. Eineentscheidende Stelle habe ich bei ihm gefunden übereuer vermeintes altes conseil généra!; Bernschreibt an Schwyz: „sie habe keine Gemeinde, habenauch keine je gehabt, wollen bei diesem Herkom-men bleiben."

Hr. Oberconsistorialrath Walch in Göttingenhat mir einen verbindlichen Brief geschrieben; ermeldet mir, daß er se- 1 1774 vier Bände seinerKetzerhistorie, 7 Bände der neuesten Rcligionsge-schichte, eine Dogmatik, eine neue Ausgabe seinerNaturtheologie, einen Lractat über den Gebrauchder Bidel unter den alten Christen, und jährlichein Mémoire in die Göttingischen Lommcntariosdrucken lassen; und er baltc täglich vier Collegia.Das, mein Freund, heißt Arbeit! auch kann manz. B. der Ketzerhistorie zu viele Kürze nicht vor-werfen: ich hatte sie nicht über ein Achtel so großzu machen gewußt. Herr Walch bei diesen Arbeitenißt, trinkt, raucht sein Pfeifchen, und lacht ingroßer Freudigkeit. Auf die Schweizergeschichte,sagt er, ist er sehr begierig.

*) Verfasser einer Chronik von Bern, ini Anfangdes XVI. Jahrhunderts,