Briefe an SonfUtien.
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lernt, in einer Minute 6mal chargiern, ferner.täg-lich um 5 Kreuzer und Brod dem Kaiser, seinemHerrn, mit Kraft und Blut zu dienen, denn, sagteer, in der Schlacht gedenke ich nicht an Wundenoder Tod, sondern an meine Flinte; um und umfallen viele, andere rücken vor an ihre Stelle; oftsauseten auch mir Kugeln bei dem Kopf vorbei, aberdafür bin ich Soldat. Endlich stellte Mengen sichuns dar; dieser Marktflecken wimmelte, ich weißnicht, ob mehr von Bettlern oder Krämern; er er-streckt sich zwischen Bäumen, fast von Hügel zuHügel. Durch die Ebene, das Fürstenberg'scheSchloß Neuforn vorbei, an die Donau und nachRiedlingen, eine der 6 österreichischen Donaustädce;sie schien mir schlecht, der Ruf des Volkes ist esauch. Jede Stunde wird hier ein Fürstenthum voneinem andern durchschnitten. Von ferne erblickteich den Thurm des Klosters Awiefalten, wel-ches Klosters Schriften mich so oft beschäftigen,als ich die Historie des Hauses Habsburg unter-suchte; ich weiß, daß der Auswand groß ist, undvermuthe fast, auch hier stehen die Finanzen, wiebei den meisten Geistlichen des Landes; Lurus stürzteinen, Ehrgeiz den andern, Prvceßiucht einen drit-ten; so kömmt einer nach dem andern ab -er Ge-walt und seiner Herrschaft. Auch vernahm ich,daß zu Zwiefalten Hinrichtungen häufig sind; nir-gends doch wie in Bayern unter dem vorigen Kur-fürsten ; wenn 2 sterbende Verbrecher jemand ange-ben, und daraus sterben, soll, sagt jedermann, dieseszu des dritten Tod hingereicht haben, obwohl vielebis in den Tob Unschuld wegen protestirten. Schönstellt sich der Reichshof M a r ch t h a l dar ; verschie-dene dergleichen sind im Reich zerstreut, frei, nurunter Kaiser und Reich; Untermarchthal ist desFreiherr» von Spath. Ehingen, österreich-, eine