Briefe an Bonstetten.
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beim Wein des Grenadiers *), und schreibe ich baldvon Nürnberg und Cvburg. Meine Briefe sind,als nur an dich, frei geschrieben; melde mir alsojederzeit auch ihren Empfang. Da meist, was ichhöre, merkwürdiger ist, als was ich thue, und letz-teres ohnehin früh oder spät bekannt gemacht wird,will ich dir spmposienweise, wie einige Alte, auchAnekdoten, die ich in guter oder merkwürdiger Ge-sellschaft höre, schreiben; denn ich will dich nichtnur zum untrennbaren Zeugen meines Lebens, dusollst, dem Schicksal zu Trotz, mir zur Seite stehnund hören; ich möchte jede neue Kenntniß, die icherwerbe, in dich übergießen können; die Wärmedeiner Einbildungskraft würde sie vollkommener be-leben, als die kältere Sonne meines historischenGeistes thut.
Von Augsburg aus erstreckt sich unübersehlicheine fruchtbare Ebene, die aber nichts sagt. Mei-dingen ist eine Schvrnbeinische Herrschaft, welchebei vier Proccnt gibt;, sonst geben die meisten Land-güter der Augsburger drei. Durch viele handbreiteStaaten kam ich nach Dvnauwörth, einer vormalsfreien Stadt, welche Bayern (1607) unterjocht, alsder Kaiser wegen Religivnsparteiungcn sie geäch-tet: seither seufzt sie vergeblich. Die zwar nochkleine Donau stießt in vollen Ufern diese Stadt vor-bei; sie aber ist klein, voll veralternder Häuser,mit unnütz gewordenen Stadtmauern, ohne Land-häuser, und baut ihre Gegend niedergeschlagen an.Wiederum viele geistliche und weltliche Herrschaf-ten, und jenes Stift, dessen Bibliothek man mirals die schönste in der ganzen Welt rühmte, dennalle Bücher wären gleich eingebunden. Nacht umhüllte
: ) Glenns.