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Johannes von Müllers Briefe an Carl Victor von Bonstetten III : geschrieben vom Jahr 1773 bis 1809 ; Briefe an Herrn Charles Bonnet : Briefe an Freunde 1 / herausgegeben von Friederika Brun
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Briefe an Bonststten.

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Bucharest, viele aber zu Wien, Venedig, Halle undLeipzig. Man reise sicher, wenn man einen Janit-scharen mitnähme; 11 Tagereisen von Constanti-nopel an den Olympus mache derselbe um 60 Pia-ster; von da 5 Tagereisen bis Morea: über denIsthmus geht man nun, ohne Korinthus zu sehen»— Als er die Iagdtvranneien der Deutschen ver-nahm, sagte er: „Bei den Türken ist alles diesesfrei."

Im Regenbogen stand, als ich's zuerst erblickte,das alte, große Nürnberg, das beiden Ufern derkleinen Pegniz weit und fern (so daß zum Umge-he» eine Stunde erfordert wird) sich in schönenweiten Gaffen erstreckt, und doch sind nur noch25,000 Einwohner, drei oberste Hauptmänner,sieben Geheime Rathe mit fast aller Macht, vier-nnddreißig Patricier, und (wann diese sie rufen)acht von Handwerkern, und ein großer, selten be-rufener Rath von einigen hundert Bürgern herr-schen z wenn ein Rathsherr gestorben, wird erdurch Wahlherren, die seine College» bestimmen,bei nächsten Ostern ersetzt. Auch hier war dasVolk einst mächtiger; allein die Patricier warenfür Carln IV; überhaupt die Monarchie schützte,wie zu Genf, die Aristokratie. Die Verfassungen' tiefer alten Handelsstädte scheinen von den ita-lienischen mehr angenommen, unsere Vaterstadtden germanischen mehr beibehalten zu haben; jene,weil sie handelten, wir, weil wir weder Handelnoch Wandel hatten. Daß Nürnberg emporgekom-men, ist es dem umliegenden Erdreich schuldig,denn es ist so rauh, daß man ihm alles abzwingenmußte, noch gab es nicht genug; dergleichen Sperreist der menschlichen Trägheit nothwendig; betrachteTprus, Athen, Rom, Bern, Genf, Holland. Nochist pvm vorigen Flor übrig, daß Nürnberg zu den