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Briefe an Bonstetten-
Ausgaben des fränkischen Kreises ein volles Fünf-tel liefert und 800 Mann besoldet. Um halb siebenwird, wie Augsburg, auch diese Stadt (wohl seitalten Fehden her) verschlossen. Der erste Senatorwohnt lebenslänglich auf des Reichs altem Schloß,das hoch über der ganzen Stadt steht; Pirkheimer(du kennst den, Geschichtschreiber des Schwaben-kriegs), Harsdörfer (eines Harsdörfers Schau-platz jämmerlicher Mvrdgeschichten schreckte meineerste Kindheit), Behaim (einer wird für ColombsLehrer gehalten) und Weiser sitzen bis auf diesenTag im Senate. Den Herrn v. Murr habe ichbesucht, einen erstaunlich fleißigen Gelehrten inseltenen Materien, und besonders fleißig in aus-gebreitetem Briefwechsel; von hundert Sachenwurde gesprochen rc.
Erlangen ist so schön, als eine ganz regelmäßigeStadt seyn kann; französische Colonie; Universitätvon ungefähr ISO Studenten, die zu Erfurt hatso viele bei weitem nicht mehr, Gvtringen bei1000, Leipzig 1225. Einen solchen Vorzug ver-dient Leipzig, dessen sz Professoren genugsam ge-lehrt, die Gesellschaft aber sehr angenehm und sitt-lich ist; von Tübingen her kamen mir schwereKlagen zu Ohren: der Herzog habe die Studen-ten der Freiheit, Ausritte zu halten, öffentlicherMusik u. a. Rechte beraubt; der Universitätengeist,ein ganz besonderer Geist, verdient überhaupt we-gen seines Einflusses auf die Bildung des deutschenNationalgeistes auch ein Studium; von den Pro-fessoren kann man rühmen, daß Deutschland, wenngleich wenigere Männer von Geschmack, doch einegrößere Zahl guter Lehrer, als andere Länder her-vorgebracht habe; von dem Studentenfreiheitsgcistist merkwürdig, in wie viele Auftuhren er ausge-brochefl, wie standhaft er dem Joch höflicher Ma-