Briefe an Bonstetten»
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ten Wälder Germaniens, doch ist er an unzähl-bare» Orten mit Plätzen, ja kleinen Städten undvielen Dörfern unterbrochen, und wird mehr undmehr geläutert, indem das Holz in großer Menge,die Wasser herab, denjenigen zufließt, welche denFürsten des atlantischen Meeres dasselbe verkau-fen, um die Welten zu verbinden.
Hier schweige ich vom Thüringer Walde, weildie Herzoge keine bedeckten Postwagen haben, undich die Nacht über einem unaufhörlichen Regenausgesetzt war, daher ich, wie auch wegen derSchlaflosigkeit, mich übel befand, und besondersam linken Auge den Anfang eines starken Flus-ses fühlte; ich zog also für dich und mich die Er-haltung meiner Augen einigen Louisd'ors vor,und fuhr von Gräfenthal bis Leipzig mit Ertra-post.
Gräfenthal ist wie ein Oberländer Dorf zwi-schen Bergen, wie Rougemont, ausgenommender Kübli; in diesem schönen Thale nährt sichein zahlreiches Volk mit Hammerwerken und al-lerlei Metallurgie so glücklich, daß in der cobur-gischen Noth Hessenkassel, der zwei Tonnen Gol-des auf dieses Amt geliehen, alles that, es ansich zu ziehen; doch sprach der Reichshofrath fürden Herzog, der Landgraf mußte das Geld neh-men. Von diesem Ort, wo ich dir schrieb, aufWagen, so abscheulich wie die sämmtlichen säch-sischen Herzoge sie zu habe» pflegen, kam ich durchden Rest des Waldes herab in die offenen Felder,die sich der Saale nach in einem weiten Grundezwischen Hügeln ausbreiten.
Ihr natürliche Hauptstadt Saalfeld erstreckt sicham Flusse, und ist schön genug zur vormaligenResidenz eigener Fürsten; Coburg, ihr Erbe, hat