Briefe an Bonstetten.
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hat Von den Preußen hat Sachsen, da seinFürst es nicht anders wollte, gelitten, aber weitmehr von seinen Vertheidigern, den christkatholi-schen Oesterreichern; da floh mancher Bauer vonHaus und Hof, und ließ den Pflug müßig stehen.Aber nun sind Preußen und Sachsen zu Verthei-digung und Angriff in Bund, dieses braucht denSchutzherrn nicht mehr.
Ob der Höhe unten am Wald, vierthalb Mei-len von der Neustadt, stand Gera, die Krone derGraf-Reußischen Herrschaften. Diese Stadt vonLvn, großentheils guten und schönen und vielenstarkgebauten Häusern, war die erste nach Leipzig,als der Mittelpunkt eines großen Bezirks undWohnsitz eines fleißigen Volks. Nun liegt Gera;ihr Volk fand ich zerstreut ob dem Wald, in dem-selben, auf den Feldern und in den Wiesen;schöne, wohl (wie sunge Genfer) bekleidete Leute,seelenvvlle Gesichter, alle aber wehklagend überden Untergang der Vaterstadt: denn 6 Tage wa-ren kaum verflossen, seit in Gera ein Feuer auf-ging, das der Wind grausam in alle Enden derStadt trug, also, daß Gera in wenigen Stundenein Schutthaufen war; willfährig faßten dürreSchindeldächer die überhandnehmende Flamme;wer hier widerstand, dem brannte dort sein Haus;wer hier flüchtete, gerieth bald in Todesnoth beibrennenden Thürmen und fallenden Mauern; derflüchtete in Gewölber, allein sein Haus wurdeunversehens der Flammen und er des Rauches Raub;Geheul der Brennenden, Winseln der Mütter,Hülferufen der Nothleidenden; hoch aber genHimmel stieg, und ward sichtbar bis über denThüringer Wald bin, die Flamme der ganzenStadt und aller Tbürme und Kirchen; da nundie prächtigen Häuser des Grafen, in langer
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