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Briefe an Bonstetten.
des Domcapitels und der Landstände wurden imHomagialreceß bestimmt; und also wird es gehal-ten, außer daß die meisten Lehen zur Zeit desvorigen Königs zum größten Vortheil der Besitzerallvdificirt worden sind. Es liegt dieses Fürsten-thum am Fuße der Berge des Harzes; dieses Ge-birg ist, so zu sagen, juraförmig; der Brockenerhebt si.ch wie der Suchet, alles weit und breitist flach ’ von Hamburg bis Berlin soll, sagt man,alles Land wie in einem Grunde vom Berg heraberblickt werden können; gleicher Bauernverstand,gleiches Wohlhaben, eben die Gastfreiheit, ebenso geschickte Schäferhunde und ähnliche Gesänge,wie wo du bist; am Eingang des Gebirges liegt,wie Greperz, die alte Grafschaft Wernigerode,des Königs Lehen, im Besitz des uralten Stvl-bergischen Stammes, welcher durch gute Ordnungim Besitz von jährlich etwa 100,000 Rthlr. bleibt;in Wahrheit würden dir diese Grafschaft und ihrHerr Vergnügen machen. Von Wernigerode ausist eine schöne Mischung von Hügeln, davon ei-nige mir verfallenen Burgen prangen, bis nachder Hauptstadt Halberstadt hin sich das Aug' i»unübersehlichen Kornfeldern und Angern (dennhier sind sie noch vertheilt) verliert; diese Aus-sicht wird gewinnen, nun die Straßen mit Bäu-men bepflanzt werden sollen; längst harte der Kö-nig dieses vergeblich geboten, denn die Anstoßetbesorgten es bis dahin; überhaupt ist klar undbedauerlich, daß des Königs große Plane, von de-nen, die sie ausführen sollten, oft sehr schlechtvollzogen werden. Die Stadt liegt an der Hvlz-emme (Emma heißt ein Waldbach),_ bei 12,000Menschen bewohnen sie, auch liegt hier ein Ba-taillon des Herzog - Braunschweigischen Regiments;bewunderungswürdig scheint, wie sorgfältig Fried-