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Johannes von Müllers Briefe an Carl Victor von Bonstetten III : geschrieben vom Jahr 1773 bis 1809 ; Briefe an Herrn Charles Bonnet : Briefe an Freunde 1 / herausgegeben von Friederika Brun
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Bliese an Bonstetten.

,7v ne décide point entre Genève et Berlin, aberje französischer, desto besser ist doch die Gesellschaft;und hier scheint so etwas Lheilnehmendes, eingewisser Eifer für Freunde, Staat und Wissenschaft,

eine schone Leichtigkeit im Umgänge.. ist's der

52ste Grad ? oder die Folge der Verfassung ?.*)

Ich bin verwohnt; einen Tronchin suche ich, undin allen diesenLanden ist kein solcherMann; Gleimwäre es, aber die Boissiere fehlt ihm: da sind un-übersehliche Anger statt unsrer großen Wiesen; daist weit und breit kein Baum, und um Genf ist'Seinem,Walde ähnlich. Viele Gelehrte sind gütigund höflich; einige recht freundschaftlich, aber esist doch nur ein Vater Bonnet, der es so zu seynweiß, und es so seyn kann. Und dann wirklich,welche Staatsschrift ist in Deutschland in Tron-chins Styl? Welcher Philosoph vereiniget wasBonnet? Mit Riesenschritten bricht im Nordengeschmacklose Barbarei herein, ich schrieb es Gleim,er glaubte dieses nicht, denn seiner Meinung nachist sie schon da. Vst., fasse meine Worte zu Herzen :wir Europäer fallen zurück, mit Freiheit, mit Ge-schmack und Sitten verschwindet unser Ruhm;wenige Edle gleichen den Quellen in den gewaltigenWüsten Arabiens, erlaben hier und dort den Durstunserer Herzen nach Freundschaft und innerm Glück;desto fester wollen wir uns halten, du ohne mich,ichohne dich, wir würden einzeln fortgerissen vomdammlosen Strom der allgemeinen Verderbniß;aber suche kein Land der Guten und Edlen, es gibtkeins, wir müssen's schaffen, wir werden's schaffen;ist's nicht schon recht viel, daß wir zwei einanderhaben, daß du schon vor acht Jahren mir die Hand

M.

Unleserliche Stelle in der Abschrift.