Gesetze und Interessen der Menschen.
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wird vor allem suche», sein Principium auf alleWeise allen beizubringen.
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Zum Untergang der Republiken bereiten Rous-seau, Helvetius und andere Lobredner derDemokratie und Freiheit den Weg: denn dasFeuer, mit welchem sie schreiben, erhitzt jungeGemüther und manchen Patrioten nach alter Art,die Freiheit muthig und ritterlich zu verfechten;daher der tepublicanische Stolz; daher werden dieVölker sich zu wüthigen, enthusiastischen, lauttönenden Unternehmungen für das Vaterland ent-schließen — und desto leichter überwunden werden,da sie die Details und Conjuncturen, die die Zeitverändert, nicht Kälte noch Geschick haben einzu-sehen. Der Eroberer der Republik schmeichle derNation zuvor, gebe tiefen Respect ihrer Männlich-keit zu erkennen, und erwärme dadurch die De-clamatoren noch mehr. Diese werden das Landunter das Joch bringen; die Furchtsamen nicht.
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Republiken bleiben nicht mehr, wenn Handelund Zeit derselben ersten Grundsatz, die Gleich-heit, vernichtet haben. Kaiser Joseph wird sieunterjochen durch Beförderung des Stoffes derUngleichheit. Unstreitig trägt die Verfeinerungder Organisation nebst der Vermehrung der Be-dürfnisse durch die Einfuhr der fremden Producteviel bei, die Republiken zu stürzen; seit Colombowanken sie. Auch heben die Reichen die Gleichheitdurch Nachahmung fremder Sitten auf; LudwigXIV oder Colbert legten durch die Ausbreitungfranzösischer Sitten den Grund des Verfalls derRepubliken.
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Am freudigsten über die Freiheit waren die