Johannes von Müller Briefe.
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An Herrn Professor Schlîjer in GLtlingen.
Schaffhausen, 16 August > 772 .
Ich bin ganz im Enthusiasmus, seitdem ick,th. Hr. Pr., die Vorstellung der Universalhistorieund die allgemeine nordische Geschichte gelesen, mitNachdenken gelesen und geprüft habe. Ich lernealle Tage deutlicher die für mich beschämende Wahr-heit, daß ich in der Geschickte noch fürs Erstenichts wisse. Aber alles will ich anwenden, daßin den fernen Geschlechtern mein Name nach IhremNamen auch bisweilen genannt werde. Alle meinehistorische Lectüre — und die will ich unermeßlichmachen — alle meine Sammlungen werde ich aufdie große Idee (Vorstell. S. 18 — 44) cvncentri-ren, alles thun, um nach dreißig Jahren einenVersuch einer Geschichte des menschlichen Ge-schlechtes schreiben zu dürfen. . Meine Empfehlung,mein Stolz bei der Nachwelt wird die Nachrichtseyn, daß ich Ihr Schüler und Ihr Freund gewesenbin. Lachen Sie nur nicht über meine Projekte; sindsie allzu kühn, so beschwöre ich Sie, es mir zusagen. Halten Sie ihre Ausführung für möglich, sowird ein Wort Aufmunterung von Ihnen mich zugroßen Dingen mächtiger wecken, als alles Jour-nalistenlob, das Erfurt und Leipzig, Halle, Ham-burg, Paris und Neufchatel mir zuposaunen könn-ten. Ihr Rath wird mir immer unendlich wichtigseyn; anbeten werde ich ihn nicht, denn das würdemich Ihrer Freundschaft unwürdig machen — aberihn reiflich überlegen, ihn scharf prüfen, das werd'ich. —
Wie? wenn wir einst einmal unser Pro,ect,Origines Burgundicas gemeinschaftlich herauszuge-ben, ausführten? wir wollten uns in die Schrift-