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Johannes von Müller Briefe.
der helvetischen Geschichte, »nser Herodot und Li-vins, Gilg Tschudy. Soweit dieser geht, istÄcht und Klarheit: vor ihm und nach ihm Finster-niß und Dunkel.
Nun habe ich noch etwas auf dem Herzen —ich will es Ihnen gerade heraus sagen; ich habeschon manche Apologie für Ihren, nehmen Siemir's nicht übel, bisweilen etwas buntscheckigtenStyl halten müssen. Sie »lenzen, sagt man, zuviel ausländische Wörter unter ein sonst sehr schö-nes und körnichtes Deutsch. Das hat Cäsar nichtgethan, und er war doch noch länger in Gallien,als Sie in Petersburg gewesen, und verstand, sogut Griechisch, als Sie Französisch. Deßungeachtetredet. « ein reines simples Latein. Auch haben Sievon Mosheim das nicht gelernt; Mosheim sagt nir-gends: „N. war ein Mann von superiörenEinsichten; — nach dieser Retraite u. dgl. Dasalles sage nach t ich, ich bin unschuldig wie eineTaube; was ich von meinen Freunden gehört habe,das habe ich Ihnen kund gethan, und ich werdeIhnen ferners sagen, was Gcschichtforscher von Ein-sicht oder sonst Männer von Geschmack an IhrenSchriften aussetzen. Ich befürchte nichts von IhrenrUnwillen, denn alle diese Tadel können mit dertiefen Hochachtung und mit der patriotischen Dank-barkeit, die man Ihren großen Verdiensten undmühsamen Aufklärungen schuldig ist, sehr wohl be-stehen. Wenn Sie einst nach der Schweiz kommen,so sollen Sie sehen, daß Füßlin und ich und alle.die an den Alpgebirgen vom Randen bis an denGotthard und Lnkmainer init der Geschichte sich be-schäftigen, deßungeachtet niederfallen und anbeten.Wir erkennen gar zu lebhaft, wie gar nichts alleKinder d« Menschen sind gegen einen GöttiirgischenProfessor; daß man in Göttingen mit gutem Gc-