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Johannes von Müllers Briefe an Carl Victor von Bonstetten III : geschrieben vom Jahr 1773 bis 1809 ; Briefe an Herrn Charles Bonnet : Briefe an Freunde 1 / herausgegeben von Friederika Brun
Seite
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Johannes von Müller Briefe.

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„ihrer Freimüthigkeit ein Ziel setzen und gewisse„Dinge nie berühren wollen, von denen dieTheo-„logen festgesetzt haben , daß sie stehen bleiben sol-„len. Es fallt einem Offenherzigen oft schwer,„seine wahre Meinung zu verschweigen; gleichwohl„ist dieß nöthig, wenn man mit diesen zum Theil„sonst so rechtschaffenen und achtungswürdigen„Männern umgehen will, und wenn man verhin-„dern will, daß sich zwischen ihnen und den frei-„denkenden Philosophen nicht ein verdrießliches„Mißtrauen cinschleiche, welches der guten Sache

„der Wahrheit schädlich ist.-Ich wünschte, daß

„Sie dieß in der Recension, die unsern besten Ber-„linischen Geistlichen so sehr mißfallen hat, beobach-„tet hätten. Sie hätten alles sagen können, was„Sie sagen, nur Sie. hätten es auf eine andere„Weise sagen müssen. Sie hätten einige theologi-„sche Sätze mit geweihten Worte« voranschicken,„hernach fein bedächtig sprechen, einiges mehr auf„Schrauben setzen, vor allen Dingen aber nicht„witzig oder lustig sepu sollen. Lustigkeit ist den„ernsthaften Theologen ein sicheres Zeichen des Leicht-„sinns u. s. w."

Was weiter in diesem Briefe von der geheimen Po-litik der damaligen theologischen Mitarbeiter an derdeutschen Bibliothek beiläufig vorkömmt, ist mehrpersönlich, und kann deßhalb nie gedruckt werden.Müller, brannte über Nicolai's erste Nachricht davongewaltig auf, um so mehr, da N. ihm schrieb, „daß„er sich damit alle Aussicht auf eine Anstellung in„Berlin, insofern gewisse Herren dazu zu sprechen„hätten, auf immer verschlossen hätte, und daß man„darüber bereits in einer Gesellschaft bei Herrn„Sulzer heftig über die Recension und ihren Ver-fasser losgezogen habe." Bald aber wurde erwieder ruhig, und dankte Nicolai für seine War-