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Johannes von Müller Briefe.
hier bin, habe ich verschiedene Gesichtspunkte ent-deckt, welche zuverlässig noch nicht bekannt sind.Dieß ist das letztemal, daß ich Ihnen von einemBuch, das ich schreiten, oder von anderm Guten,das ich thun möchte, etwas schreibe. Ich will lie-ber es ausführen, als davon reden. Ich fürchteden Zunamen D o so n, den die Macedonier demKönig Antigonus II gaben, als er große Hoffnun-gen gab, aber ein mittelmäßiger Mann wurde.Zum andern, m. Fr., studire ich in allem Ernst diePolitik. In alten Zelten konnte wohl ein einigerdie Encyklopädie der Wissenschaften umfassen. Der-selben Reich ist aber durch viele große Männer so er-weitert worden, daß die Universal-Monarchie inder Literatur so unmöglich als in der Politik, wor-den ist. Seitdem sich also die Liebhaber der Wis-schaften in die Provinzen getheilt, finde ich dieam glücklichsten, welche zwar das Commerz mitden «»gränzenden Theilen nicht unterlassen, abersich nicht zu viel in aller Welt Geschäfte mengen,zufrieden mit der guten Anbauung ihres Landestheils.Die Politik empfiehlt sich mir als die Wissenschaftdes Bürgers, und da ich nicht der Spéculation,sondern der Ausführung lvegen studire» möchte,habe ich dieselbe, als dem Vaterland nützlich undnöthig, zu meiner Provinz genommen. Wenn dieEhre größer ist, einem Riesen als einem Zwergenachzufolgen, wenn es leichter ist, langzesammelteReichthümer zu vermehren, als von neucni mit der-selben Sammlung anzufangen, so glaube ich, nochaußer obiger Ueberlcgung, rühmlich und edel, nachMontesquieu die Politik zu studire«, und findedurch seine vortreffliche Vorarbeit die Mühe allenNachfolgern von ihm erleichtert. Sein Buch leseich und ehre ich, wie die Theologen Mosen unddie Propheten, mit dem gedoppelten Unterschiede,