Johannes von Müller Briefe.
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-gnügens*). Im Jänner 1774 sprengte ich sie, undvierzehn Lage nach dem Anfange dieses Jahres gabich dem Magistrat der Republik meine Professvrstelleauf, weil ich, um mich besser aufklären, und zu-Verdiensten geschickter zu machen, mich länger zuentfernen, vorhabe. Spruch des Rathes: Er er-greift diese Gelegenheit, über meinen Eifer für dieWissenschaften sein Wohlgefallen zu bezeigen, und-zur Ausführung meiner Absichten mich aufzumun-tern, und bestätiget mir auch abwesend auf vierJahre diese Stelle **). Indeß ich mit meiner Ab--reise beschäftigt bin, wird mir das Amt einesDirectors über das Joachimsthal zu Berlin ange-tragen, aber der Umstand, daß es nicht einige Wo-chen früher kam, nöthigte mich, es von der Handzu weisen. Hierauf begab ich mich nach Zürich,dort, in Schwyz, Uri, Luzern, Svlothurn, Bern,Frepburg und der Waadt, beobachtete ich die Ver--faffungen, lernte mehr denn fünfzig Eidgenossen,-viele der neuesten Geschichten und Interessen kennen.-Genf war in alten Zeiten eine Haupt-stadt der Allobrogrn, ihre Lage gab den commer-cirenden Phokaern in Marseille den Schlüssel Hel-vetiens; hierauf nach langer Dienstbarkeit brachteihr Calvin, mit der protestantischen —zu seiner Zeit,sehr gewaltsamen — Priestergewalt, den SchattenPolitischer Freiheit, welchen die Nachkommen reali-sieren. Beneidet von mehr als Einem Nachbar, istDiese Stadt die Wohnung einer großen Industrie,
*) Der geistliche Stand, der so, wie er ist, und sowie er war, dem Berfaffer nicht gefallen konnte.
Anm. d. Berf.
**) Sie wurde dem Berfaffer viermal so lange ge-taffen. Anm. d. Berf.
A. ». Müllers fümmtl. Werke. XXXVII. 13