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Johannes von Müllers Briefe an Carl Victor von Bonstetten III : geschrieben vom Jahr 1773 bis 1809 ; Briefe an Herrn Charles Bonnet : Briefe an Freunde 1 / herausgegeben von Friederika Brun
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Johannes von Müller Briefe.

sich entschuldigen, daß er die Freiheit genommen,krank zu seyn. Im Schoße der Wissenschaften fehltmir nichts, als die Möglichkeit, mich zu Zeitenan die Brust Ihrer Freundschaft zu legen. Ichfühle, daß ich Ihrer Freundschaft täglich würdigerwerde, wenn ich mich täglich zum Dienste derMenschheit fähiger mache. Mein weiteres Schick-sal liegt noch nicht vor mir enthüllet. In Erwar-tung thue ich meine Pflicht, und glaube au die Wis-senschaften, die Freundschaft und Sie. —

Wenn ich auf die Literatur, wenn ich auf diePolitik und Statistik des Jahrhunderts meinenBlick hefte, rufe ich aus: Welches Jahrhundert!wünsche an der Ausführung, dieser großen DingeTheil zu nehmen, trachte mich dazu tüchtig zu ma-chen, aber, von den Vorboten der Zukunft er-schreckt, fliehe ich, mich in dem Schoße der Freund-schaft zu verbergen.—

' 18 .

An Herrn Professor Schlêzer in Göttingen.

Besstnge bei Genf, im August 1774.

Stellen Sie sich, th. Hr. Pr., auf einer mäßigenHohe ein schönes Landgut vor. Im Norden denlemanifchen See zwischen der friedsamen Waadt undden Ebenen von Chablais, zwischen Aristokratie mitFlor und Despotismus mit Armuth. Im Ostenewige Gletscher, der Montblanc, der sein Haupt überalle Nachbarn erhebt, Ruinen einer antemofaischeuSchöpfung, Fundgruben künftiger Reichthümer,wenn die Americaner nach tausend Geschlechtern un-sern Welttheil entdecken. Im Süd und WestStadtund Gebiet Genf, die älteste menschliche Wohnungdteser Gegenden, die Residenz Godegisels, des Bur-