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Johannes von Müller Briefe.
zumal die eigenen Worte Jesu. . . . Und hierbreche ich ab; wie mein Herz dabei gebrannt, wel-cher Strahl in meinen Geist gefallen, wie er mirdie ganze Welt erklärt, ist unbeschreiblich; unbe-schreiblich, welches Licht mir den Zusammenhangmeines eigenen ganzen Lebens erhellte. Nicht, alswisse ich nun alles ; je mehr ich forsche, desto mehrNeues ssnde ich täglich; was ich einsehe, ist eineKleinigkeit gegen das, was ich lerne. Ich lerneaber sowohl den Weg, die Wahrheit und das Le-ben, als zumal was ich sey, was ich thun sollteund möchte, und nicht kann ohne Ihn, der beiuns ist bis an der Welt Ende. Ost habe ich michsehr betrübt; oft aber mich auch hierum gestraft,weil ich vielmehr mich immer freuen soll, endlichseine Stimme zu hören, zu wissen, daß mich nie-mand und nichts Ihm aus der Hand reißen kann.Alle meine-Sorgen werfe ich also auf Ihn: daß Eralles gütig höret, weiß ich schon aus vielen Erfah-rungen; und es ist ihm wohl bewußt, wie nichtsich ohne Ihn thun kann. Eben dieselben Unter-suchungen der Geschichte setze ich desto freudiger fort,weil ich Seine Fußstrpfen überall finde, und Ihnkennen lerne durch seine Wege. In der großen-Haushaltung hat jeder ein Geschäft, und jedenzieht Er auf eine eigene Manier zu demselben an.Ich war zur Geschichte geboren, durch sie sollte ichalles lernen, durch sie wirken, wie ich auch thunwill; denn alles ist nun unserm Herrn heilig.Bitten Sie Ihn für mich. Dieses bedurfte ichIhnen zu erklären; wenn ein Selbstbetrug darinwäre, welches ich nicht glaube, so werden Sie mirihn andeuten. Daß ich schon weit sey, sage ichnicht; ich liebe zwar die Menschen, aber dieseshabe ich, außer in Augenblicken der Ueberraschung,allezeit gethan, und erinnere mich keines Menschen,