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Johannes von Müllers Briefe an Carl Victor von Bonstetten III : geschrieben vom Jahr 1773 bis 1809 ; Briefe an Herrn Charles Bonnet : Briefe an Freunde 1 / herausgegeben von Friederika Brun
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258 Johannes von Müller Briefe.

Seelen eine unendliche Wollust, andere zu finden,welche die Zeichen des gemeinschaftlichen Ursprungstragen. Einst, wenn der Herzog frei ist, kann ichhinüber kommen, und singen, wie meine VerweserHecatäus, Hellanicus, Ennius, die Barden derSüdwelt, von den Thaten des Alterthums. DieGothen, d. i. Thümmel, die Frau von Buchwaldu. a. hielten dafür, ich sollte aus meinen Vorle-sungen, von welchen aber nur Thümmel etwas ge-sehen, die Reisen der Päpste nun drucken lasse».Also schreibe ich sie ab für das Publicum, oder zueinem Vrandopfer des guten Geschmacks, wenn siemir mißfallen.

Diodornm bringt Ihnen der Postwagen zurück.Ich werfe mich nun darüber her ax upos tewt.

Wollen Sie wetten, die Hierarchie bricht nochnicht? Ihre Stunde ist noch nicht gekommen. Werweiß, ob es nicht gut ist?

Leben Sie glücklich und gesund; ersteres begreiftauch die Wünsche für alle Ihrigen. Wenn, wievermuthlich, alle Ihre Federn allein für Mosenund die Propheten geschnitten sind*), so bitte ichIhre Frau sehr mir zu schreiben, was Sie willpwo nicht, so wende ich mich an den kleinen Gott-fried, in dem ich den Keim eines großen Briefstel-lers entdeckt. — In allem aber bitte ich Sie beidesehr, mich als meines Bruders Bruder zu betrach-ten: ich theile mit ihm die Ihnen schuldigen Em-pfindungen, denn was ihm geschieht, geschieht auchmir; dieses, solange er uns liebt, d- r. so lange esbleibt, wie er ist und wird.

Ganz Ihr Eigener

I. M.

*) Herder schrieb damals den ersten Theil seines Gei-stes der ebräischen Poesie.