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Johannes von Müller Briefe.
zugerüsiet ist, wir, die die Vorsehung zwischenScenen der Furcht und andern der Hoffnung insLeben gesetzt, h<chen zwei Pflichten.
Die europäischen Wunden liegen wohl zu tief;zu viele edle Theile siàin Fäulniß übergegangen.
Wie kann man hoffen, daß unsre Ritterschaftlieber werde wollen auf den BurKn ihrer Vaterfrei, auf den Landtagen groß, der Schirm desVolks und Schrecken der Tyrannen seyn, als aufdem Paradeplatz gehorchen und prügeln!
Wie kann man hoffen, daß unsre Bürger undBauern lieber werden wollen ihre Söhne auf demAcker, im Weingarten, bei der Heerde, zu Holzund Feld behalten, als im Frieden lahm schlagen,im Krieg zu Krüppeln oder todt schießen lassen,und sür solche Anstalt jährlich drei Viertheiledes Ertrags der Güter an den gnädigsten Landeö-vater unterthänigst abtragen!
Wie kann man hoffen, daß die Geistlichen lie-ber werden diejenigen in Freiheit predigen, welchemilde Stiftungen an sie machen, welche sie hochverehren, deren Bruder sie sind, als das Hoch de-rer, welche die Klöster einziehen, die Bischöfe ver-bannen, und alle geistliche und weltliche Gegen-macht in einen Klumpen zusammen hinter ihrenThron schleudern!
Ist wohl zu erwarten, daß Dichter, Geschicht-schreiber, Staats- und Weltweise lieber solltenwollen wie der alte Homer, wie der Vater Hero-dot, wie Demosthenes, und Marcus Tullius undCornelius Tacitus, viele Jahrhunderte laug inallen edlen Seelen aller Classen des menschlichenGeschlechtes Liebe und Bewunderung erregen, alsvom Sultan mit einem allergnädigsten Handschrei-ben beehrt werden , ihre Söhne zu Junkern ma-chen und ihren Beutel spicken!
Das