Johannes von Müller Briefe. 275
den wie wir; wir aber werden dieses Zeugniß derWahrheit abgelegt haben.
Siegen ist herrlich, Themistokles verdiente die«oißitui *); aber auch Leonidas hat seine Krone;nni große gute Sachen ist schon der Streit einRuhm. Welcher Geschichtschreiber würde nicht lie-ber umkommen, wie Cremutius Cerdus, als blei-ben, wie Velleius!
Diesen Gedanken gemäß zu arbeiten, fehlt mirder Muth nicht, und es wäre ein Undank gegenGott, wenn ich Kräfte verläugnete: Muße undLeben gebe Er mir. Dieser Brief sey, wenn ichmir gleich bleibe, ein Band der Freundschaft füruns; wenn ich aber aus Eigennutz die Wahrheitverdrehe, oder aus Feigheit verhehle, so zeuge erwider mich.
Von den Mönchen ein andermal.
Wo steht ihre vortreffliche Stelle aus Les-sing, um die ich ihn hoher ehre, als um dieganze Dramaturgie?
Leben Sie wohl und lang; lieben Sie mich, solang ichs würdig bin. Ich bin (die Titel gibtIhnen mein Herz) der Ihrige I. M.
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An Herrn Friedrich Nieolai in Berlin.
Caffel, 17 Jun. >7.82.
So eben erhalte ich den zwar billigen, aberdoch nicht unentschuldbaren Vorwarf, daßIch diesämmtlichen Recensionen des vorigen halben Jah-res noch, nicht eingesendet. Ich werde dieses, Ge-schäft nie wieder auf den letzten Monat verschie-
*) Den Lohn der Tapferkeit.