; Johannes von Müller Briefe.
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Vortheile des Friedens und einer sanften Verwal-tung jedermann die größten scheinen würden, wenndie vertriebenen Parteihäupter nicht unaufhörlichdas Volk zur Auswanderung, und Stiftung einerneuen Stadt bei Waterford in Jreland, reizten.Es ist zum Besten von Genf mehr zu wünschen, alszu hoffen, daß eine beträchtliche Anzahl dahin ziehenwerde. Man will nun Genf durch Künste undWissenschaften emporheben. Dieß ist ein Theil desPlans der hergestellten Obrigkeit. Was mich be-trifft, bester Freund, so bin ich ohne einen anîernPlan hieher gekommen, als: zu sehen; hiemit binich noch nicht fertig; Wichtigeres weiß ich also nichts;ich erinnere mich alles dessen, was ich meinen deut-schen und schweizerischen Freunden und auch mirschuldig bin; die Erfahrung erlaubt mir, mehr alsEine Lage zu vergleichen: in meinen Entschlüssenwerde ich Ihrer würdig erscheinen, darin, daß ichdie Wissenschaften, wodurch man für die künftigenGeschlechter auch leben kann, als die Pflicht meinesLebens, die Erfüllung letzterer als mein Glück be-trachten , und unter allen Lagen die wählen werde,in der ich es hierin am leichtesten weit bringen,meinen Freunden dankbar seyn, und meine Arbei-ten mit ihren Wohlthaten der Nachwelt nützlichmachen kann.
Schreiben Sie mir, ich bitte Sie sehr, alsobald.Ich bin hierin immer noch der ungeduldigste derMenschen.
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A Madame T. à Genève.
Genève ce 1/1 1784.
_ Cet ancien poète, cité par Platon, avoitbien raison de demander au père des dieux