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Johannes von Müller Briefe.
(deren Titel im gelehrten Deutschland und ihreBeurtheilungen in der Berliner Bibliothek, in denGöttinger Anzeigen und Büschings Wochenblattgefunden werden können) sind, ob mit Recht odernicht, wenigstens von dem Publicum so ausge-nommen worden, daß mein Beruf der Akademiewohl keine Unchre machen würde. Drittens, wennje irgend ein Protestant an einem solchen Orte zustehen verdient, so, dünkt mir, kann derjenige,welcher der erste unter allen Protestanten dieserZeit in den Reisen der Päpste die Hierarchievertheidiget, wohl vorzüglichen Anspruch daraufmachen. Ich bin gewissermaßen ein Märtyrer der-selben, da die Allg. deutsche Bibliothek für gutbefunden, mich einer Verständniß mit den Jesui-ten zu insimuliren, die zwar falsch ist (weil ichnur nach meiner Ueberzeugung schrieb), die miraber wenigstens doch zu Mainz,nichts schaden soll.Wenn Sie für gut finden, mich gewissen Perso-nen, unter diesem Verhältniß zu der bei ihnenherrschenden Kirchenform, bekannter zu machen,so schreiben Sie nur an Brönner in Frankfurtum Exemplare besagten Buchs, welches deutsch
und französisch zugleich erschienen ist.-
Hier, m. Fr., so sonderbar das klingen mag,ist mir, weil ich aus einem andern Kanton bin,schwerer, eine Stelle zu bekommen, als einem ganzFremden; dabei muß ich noch sagen, daß in derThat keine mir schickliche ledig ist, vielleichtJahrelang es nicht wird. Man müßte also eine auf-richten für mich, und hiezu sind, nach dem da-maligen Geiste dieser Staaten, gerade so vielSchwierigkeiten, als zur Vermehrung des Kur-fürsten-Collegiums. Beinahe in der Welt istkein Ort, welcher mir wie Mainz gefiele; er istin Deutschland, bei der Nation, deren Sprache