99 Claſt X. Von der Witterung
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3. Die Pfingſt Regen ſeynd dem Wein ſchaͤdlich.
4. Am Ende dieſes Monats bluͤh n die Eicheln/ wann die Bluͤt wol ge-raͤth/ ſo ſollees ein gates Schmaltz⸗Jahr geben.
5. Wann man auf Pfingſten reiffe Erdbeeren findet/ ſo ſolle es ein gutesWein⸗Jahr bedeuten.
6. Naſſe Pfingſten/ ſollen feiſt Weyhnachten bringen/ dann weilenumdieſe Zeit die Gerſten im Schoß und beſten Wachs/ alſo Regen haben muß/wann ſie wol gerathen ſolle/ ſo kan nan gegen Weyhnachten die Schweinedarmit fett machen.
7. Kuͤhler May macht viel Heu/ und guten Wein.
8. Wann der Roggen vor Waldpurgi ſchoſſet/ und wann er vor Pfing-
ſten bluͤhet/ ſo wird er fuͤr Jacobi nicht reiff.
9. Die Baum⸗Rauppen/ ſo groſſen Schaden thun/ ſollen AußgangsUrbani ſterben und vergehen.
10. Donnertes/ wann der Mond im Zwilling iſt/ ſo bedeutet es Ver-derb des Korns.
11. Wann es im Mayen donnert/ ſo ſolle es groſſe Winde und diß Jahrviel Getraͤidig bringen.b 12. Wann es im Mayen offt donnert/ ſo ſolle gern ein fruchtbares Jahr
olgen.8 13. In dieſem Monat/ und um dieſe Zeit/ gehen die Uyades der Sonnenfrͤhe auf/ ſo es nun dazumal regnet/ ſo ſollen die Wein⸗Gaͤrtner Schadenleiden. 814. Wannes aber am beſagten Tag ſchoͤn Wetter iſt/ ſo ſolle es ein u-tes Wein⸗Jahr bedeuten: Darum iſt Urbanus um dieſe Zeit von den Alten al-lezeit in groſſer Obſervantz geweſen/ und jetzo bey etlichen noch.II. Im Brachmonat.
1. Wie es auf Medardi wittert/ alſo wittert es vier Wochen.
2. Wann der Rebſtock fuͤr Viti abbluͤhet/ ſo iſt guter Wein zu hoffen/wann ſchon der Herbſt nicht ſo gar ſchoͤn und warm iſt. 1
3. Wann es auf S. Johannis Tag regnet/ ſo gerathen die Nuͤſſe nicht
wohl.
4. Wann es auf Medardi regnet/ ſo regnet es viertzig Tage.
5. Ingleichen/ wann es auf St. Johannis Tag regnet/ ſo ſolle es auch40. Tage lang regnen.
6. Wann der Guck guck ſich lang nach Johannhoͤren laͤſſet ſ ſolle es einetheure Zeit bedeuten.
7. Donnert es in dieſem Monat/ ſo verwirfſt das Viehe ihre Frucht/
hingegen aber ſolle es gut Getraͤid geben.8. Don-