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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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99 Claſt X. Von der Witterung

-yy- v SF. 2

3. Die Pfingſt Regen ſeynd dem Wein ſchaͤdlich.

4. Am Ende dieſes Monats bluͤh n die Eicheln/ wann die Bluͤt wol ge-raͤth/ ſo ſollees ein gates Schmaltz⸗Jahr geben.

5. Wann man auf Pfingſten reiffe Erdbeeren findet/ ſo ſolle es ein gutesWein⸗Jahr bedeuten.

6. Naſſe Pfingſten/ ſollen feiſt Weyhnachten bringen/ dann weilenumdieſe Zeit die Gerſten im Schoß und beſten Wachs/ alſo Regen haben muß/wann ſie wol gerathen ſolle/ ſo kan nan gegen Weyhnachten die Schweinedarmit fett machen.

7. Kuͤhler May macht viel Heu/ und guten Wein.

8. Wann der Roggen vor Waldpurgi ſchoſſet/ und wann er vor Pfing-

ſten bluͤhet/ ſo wird er fuͤr Jacobi nicht reiff.

9. Die Baum⸗Rauppen/ ſo groſſen Schaden thun/ ſollen AußgangsUrbani ſterben und vergehen.

10. Donnertes/ wann der Mond im Zwilling iſt/ ſo bedeutet es Ver-derb des Korns.

11. Wann es im Mayen donnert/ ſo ſolle es groſſe Winde und diß Jahrviel Getraͤidig bringen.b 12. Wann es im Mayen offt donnert/ ſo ſolle gern ein fruchtbares Jahr

olgen.8 13. In dieſem Monat/ und um dieſe Zeit/ gehen die Uyades der Sonnenfrͤhe auf/ ſo es nun dazumal regnet/ ſo ſollen die Wein⸗Gaͤrtner Schadenleiden. 814. Wannes aber am beſagten Tag ſchoͤn Wetter iſt/ ſo ſolle es ein u-tes Wein⸗Jahr bedeuten: Darum iſt Urbanus um dieſe Zeit von den Alten al-lezeit in groſſer Obſervantz geweſen/ und jetzo bey etlichen noch.II. Im Brachmonat.

1. Wie es auf Medardi wittert/ alſo wittert es vier Wochen.

2. Wann der Rebſtock fuͤr Viti abbluͤhet/ ſo iſt guter Wein zu hoffen/wann ſchon der Herbſt nicht ſo gar ſchoͤn und warm iſt. 1

3. Wann es auf S. Johannis Tag regnet/ ſo gerathen die Nuͤſſe nicht

wohl.

4. Wann es auf Medardi regnet/ ſo regnet es viertzig Tage.

5. Ingleichen/ wann es auf St. Johannis Tag regnet/ ſo ſolle es auch40. Tage lang regnen.

6. Wann der Guck guck ſich lang nach Johannhoͤren laͤſſet ſ ſolle es einetheure Zeit bedeuten.

7. Donnert es in dieſem Monat/ ſo verwirfſt das Viehe ihre Frucht/

hingegen aber ſolle es gut Getraͤid geben.8. Don-