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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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Cuaff XI. MonatlicheImMARTIO, oder Mertz.

I. Zu Hauß.

1. Was in demvorhergehenden Monat Februario nicht geſchehenkoͤnnen/in Umſtuͤrtzung der Frucht/ ſolle man daſſelbige anz etzo nicht fernerliegen laſſen/dann es bekommt ſonſten gemeiniglich Anſtoͤſſe. 1

2. Was man angutem Feder⸗Vieh behalten will/ ſolle man dieſen Mo-nat aufziehen. Fr

3. Bey Auſfthauung des Erdreichs indieſem Monat/ ſolle manden Lufft/ſo viel muͤglich/ meyden/ welln die Dunſte aus der Erden gemeiniglich vergiff-tet/ und dem Menſchen ſehr ſchaͤdlich ſeynd. 1 Vve 0 kan man gut Wermut⸗Bier und Wein/ zur Geſundheit dienlich/nincken.

5. In dieſem Monat kan man auch purgieren/ baden und ſchrepffen/ aberVenus Spiel meyden. 8

6. Ingber/ Pfeffer und Salbey/ wie auch Kalb⸗und Hüner⸗Fleiſch/ in-gleichem friſche Eyer ſeynd jetzo geſund/ und eine gute Artzney.

Nota. Man haüd ſich aber in dieſem Monat n

fuͤr Waſſer⸗trincken huͤten.

7. Im Anfang dieſes Monats ſolle man die Haͤnde mit Froſchleich rei-ben und waſchen/ ſo nimmt es alle Raͤudigkeit und Kräͤtze hinweg.

Nota. Wann man den Froſchleich aufheben/ und das Jahr über behal-ten will/ ſo kan man denſelbigen jetzo in einen irrdenen Topff thun/und unter die Erde in einen ſonnichten Hesen, ſo wird es erſtlichzum truͤben Waſſer/ und läutert ſich endlich/ ein Tuͤchlein dareingenetzt/ toͤdtet den Wurm an Menſchen und Vieh.

8 Die junge Schoͤßling von Holluuder und Hopffen/ ſeynd anjetzo gutzum Salat/ purgieren und reinigen das Gebluͤt: Sollen zuvor ein wenig ge-bruͤhet/ ſauber gewaſchen/ und die Bitterkeit abgeſiegen werden/ alſo kan manauch mit dem Marck der Stengel von dem Klettenkraut procediren/ und fuͤrSalat gebrauchen/ diß reiniget das kalckichte Gebluͤt/ und den Urſprung desPodagrams. 12*. Die Schalen von den außgebruͤteten Huͤner⸗Eyern ſolle man abſon-derlich wol zur Artzneh aufheben und verwahreg.

10. Eine ſorgfaͤltige Haußmutter ſolle ſich dieſen Monat um junge Huͦ-ner/ Enten/ Ganſe und Tauben umſehen/ damit man gegen dem Sommeran Feder⸗Viehe eine Zucht und Worrath bekommen moͤge.

11. Wann die Ochſen drey Jahr alt ſeynd/ ſo kan man 8