Band 
Erster Band.
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Dioti Salvi.

Endlich machte sich's Allcssandro Morrona in seiner I'isar11u8trats zur Pflicht, das Andenken und den Namen DiotiSalvi's zu verdienten Ehren zu bringen. Aus diesem Schrift-steller besonders entlehnen wir die nähere Beschreibung desBaudenkmals, auf welches sich seit sechs Jahrhunderten derRuhm unseres Baumeisters gründet.

Pisa hatte schon im eilften Jahrhundert durch die Kunst-geschicklichkeit Buschetto's die prächtige Basilika sich erhebensehen, die noch jetzt seine schönste Zierde ist, und welche dasMeiste dazu beigetragen, in ganz Italien den Ehrgeiz nach großenBaudenkmalen und den Geschmack an alterthümlichcr Architekturwieder aufzuwecken. Diesem viereckigen Tempel gegenüber, cr-crhielt Dioti Salvi den Auftrag, einen Andern, unter demNamen einer Taufkapellc, von zirkelrunder Form und in Ge-stalt einer Kuppel zu errichten, der sich auf einem Untersatze vondrei Stufen erhebt, welche rings herumlaufen und oben demGebäude noch einen Vorplatz von sechshundert vierzehn Palmen(ungefähr 458 franz. Fuß) im Umkreis gewähren.

Das Aeußere zieren zwei Reihen Wandsäulen von korin-thischer Ordnung. Die untere Reihe trägt volle Bogen, ge-krönt mit einem Gesimse, auf welchem sich eine Reihe weitzahlreicherer Säulen als die unteren erhebt. In der Thatträgt das Gewölbe eines jeden Schwibbogens der untern Reihe,zwei Säulen der obern, welche ebenfalls kleine Bögen tragen,über welchen man kleine dreieckige Giebel bemerkt, zwischendenen sich kleine Bildsäulen befinden. Hierauf umgibt einneues Mauerband den Umfang des Gebäudes. Der Theiloberhalb desselben, welcher die Trommel der Kuppel zu seynscheint, ist mit Fenstern durchbrochen, welche eine Art vonKrone bilden, deren Verzierung dem nämlichen Geschmacke ent-spricht. Die Curve der Kuppel ist der Länge nach durchzwölf Rippen oder gezahnte Bänder getheilt, die sich oben ineiner Krone vereinigen, deren Ende eine kleine Kuppel bildet,