Dioti Salvi.
13
über welche sich die Bildsäule des heil. Johannes des Täuferserhebt. Zwischen den Rippen des Doms sind in seiner Wöl-bung ebenfalls kleine Fenster angebracht.
Die ganze äußere Verzierung verräth, wie man sieht, einen ^Geschmack an Kleinigkeiten, oder an jenem Spitzenwerk,dessen Mannigfaltigkeit keine Beschreibung gestattet, das aberden Charakter des Styls bildet, den man den gothischen nennt.Indessen muß man gestehen, daß Dioti Salvi, indem er seinemJahrhundert diesen Tribut gezollt, sich gleichwohl sehr weitvon der Uebertreibung entfernt zu halten gewußt, so daß imVergleiche gegen die gothischen Gebäude des Nordens diesesBaudenkmal ein Muster der Klugheit und der Mäßigung ist.
Im Innern seiner Rotunde huldigte er jenem schlechtenGeschmacke noch weniger. Man geht durch eine schöne Pforteein, welche Bonanno ehemals in Erz gegossen, oder vielmehr,man steigt durch dieselbe in die Kapelle hinab, in welcherdrei Reihen freistehender Stufen zirkelförmig herumlaufen.Diese Stufen bildeten eine Art von Amphitheater, welches denZuschauern den Anblick der feierlichen Handlung erleichterte,die im Mittelpunkte der Taufkapelle vorging, wo sich einegroße achteckige, auf jeder Seite mit ausgchaucnen Rosettengezierte Kufe von Marmor befindet. Sie ruht auf drei Stu-fen und unterscheidet sich von den Rotunden der anderenTaufkapellcn dadurch, daß ihr Inneres in fünf Vertiefungenabgetheilt, deren größte die Mittlere ist, in welche sich ver-muthlich der Priester gestellt, um in den dieselbe umgebendenund mit Wasser gefüllten Abtheilungen die Kinder zu taufen, 'welche darin eingetaucht wurden.
Auf den Stufen, welche innen um das Denkmal herumlaufen,erheben sich acht Säulen und vier Pfeiler, welche die innerenBögen tragen. Auf diesen Bögen ruht, der äußern Anord-nung entsprechend, eine zweite Reihe und unterstützt die Kuppel,deren innere Curve, ganz verschieden von der äußern, sich in