Band 
Erster Band.
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46 Filippo Brlmclleschi.

Er fand bald Geschmack an der Bildhauerkunst, derenReize ihn bezaubert. Eine Verbindung, die sich zwischen ihmund Donatello , einem noch jungen Eleven, gebildet, welcher einstder erste Bildhauer seines Jahrhunderts werden sollte, erwecktein ihm die Begierde, dessen Nebenbuhler zu werden. Er wurdees in der That bei einem Werke, bei welchem Donatello selbstsich nicht enthalten konnte, seine Ueberlegenheit anzuerkennen.Er machte solche Fortschritte in der Bildhauerkunst, daß manihn unter die sieben Mitbewerber aufnahm, die sich um dieschone Unternehmung der ehernen Pforten der Taufkapelle vonFlorenz stritten. Er würde sogar den Vorzug erhalten haben,wenn sich unter denselben nicht Lorenzo Ghiberti befunden.Dieses Mißglück war übrigens dem Ruf seines Talents nichtsowohl nachtheilig, als es der Großmuth seines CharaktersEhre machte. Kaum waren nämlich die Werke der Concur-rcnten zur öffentlichen Beurtheilung ausgestellt, als manBrunelleschi und seinen Freund Donatello sich beeifern sah,Ghiberti selbst als ihren Sieger zu verkündigen. Sie thatennoch mehr und suchten darum an, daß ihm die Unternehmungdes Werkes ausschließlich übertragen werden möchte. Brunel-leschi lehnte es sogar von sich ab, gemeinschaftlich mit Ghibertian derselben Theil zu nehmen.

Es scheint, daß seine Ruhmbegierde von dieser Zeit anihre Befriedigung nur in einem Ruhme gesucht, den er mitNiemand zu theilen hätte. Seine mannigfaltigen Studien derGeometrie, Optik und Mechanik hatten ihm den Weg zu mehrals einer Kunst gebahnt, und setzten ihn in den Stand, sichdiejenige auszuwählen, die ihm eine unbestrittene Ueberlegenheitversprach. Diese Auosicht eröffnete ihm die Baukunst, der ersich nun zu widmen beschloß, und Donatello , welcher sich vor-genommen, nach Rom zu gehen, trug nicht wenig dazu bei,ihn in seinem Entschlüsse zu bestärken. Die beiden Freundereisten dahin ab, um dort die großen Muster (der Eine) der