Band 
Erster Band.
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Filippo Brunelleschi.

durch die vereinigte Wirkung einer Menge Lichter hervorge-bracht, welche mit der größten Schnelligkeit bald bedeckt baldenthüllt, diesem Schauspiele sehr viel Mannigfaltigkeit gewähr-ten. Man muß in Vasari die Schilderung dieses Maschinen-spiels lesen, dessen Erfindung er unserm Architekten zuschreibt.Das Theater dieser frommen Vorstellungen war die Kirchedes heiligen Geistes, welche durch einen seltsamen Contrastdie Beute einer wüthenden Feuersbrunst wurde.

Vor diesem Zufalle, der sie ganz zerstörte, drohte sie denEinfall, und Brunelleschi erhielt den Auftrag, sie nach einemneuen Plane wieder aufzubauen. Er machte das Modell da-von in erhabener Arbeit, nach welchem das Gebäude auchvon ihm angefangen und nach seinem Tode vollendet wurde.Die Kirche des heiligen Geistes ist, in Betreff der Architektur,die schönste in Florenz . Nichts ist einfacher und besser ver-standen, als ihr Plan. Es ist eine alterthümliche Basilika,zu den Gebräuchen des Christenthums eingerichtet. Vor-züglicher in ihrer Eintheilung als die Kirche des heiligenLaurentius, übertrifft sie diese auch durch das allgemeine Ver-hältniß und die Details der Anordnung. Ihre korinthischeSäulenordnung bietet eine bessere Nachahmung der Werke desAlterthums dar. Einige Fehler, welche die Kritik in dieserArchitektur gerügt, schreibt man der Unachtsamkeit der Nach-folger Brunelleschi's zu.

Sein Name hatte eine solche Celebrität erlangt, daß manvon allen Seiten und in fremden Ländern Projekte und Mo-delle zu Baudenkmälern von ihm verlangte. Der Marquisvon Mantua berief ihn, um einigen Werken vorzustehenund Dämme zu errichten, um das Austreten des Po zuverhindern.

Der Papst Eugen IV. verlangte von Cosmus von Me-dicis einen Architekten, den er mit der Errichtung einesGebäudes beauftragen wollte, welches indessen nicht zur Aus-