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Leon Batist« Alberti.
Manchmal haben große Künstler großen Werken gefehlt;öfters aber ereignete es sich auch, daß großen Talenten großeUnternehmungen fehlten. Man muß bedauern, daß sich demGenie Alberti's nicht die größten Arbeiten dargeboten. Erwürde sich einer Sanct Peterskirche zu Rom vollkommen ge-wachsen gefühlt und einem solchen Denkmale vielleicht einengroßem Charakter aufgedrückt haben, als Bramante; vielleichtaber, würde er auch so wie dieser, in der Construktion gesün-digt haben in welcher man indessen öfters Andere für sich ein-treten lassen kann. Dieß that Alberti, der, wie man weiß,so klug war, sich geschickter Leute zur Ausführung seiner Werkezu bedienen. Man kann indessen demjenigen immer verzeihen,mittelmäßig in der Praxis gewesen zu seyn, der sich so ge-schickt in der Theorie gezeigt. Alberti's Abhandlung über dieBaukunst sichert ihm immer einen der ersten Plätze unter denMeistern derselben. Ehe wir von derselben Rechenschaft able-gen, wollen wir uns erst die Denkmäler besehen, deren Urheberer war.
Vier Städte Italiens: Rom, Florenz, Mantua und Ri-mini haben sich vorzugsweise seines Talents bedient. Zu Rom sind von seinen Werken nur noch einige Erinnerungen übrig.Pabst Nikolaus V. wußte sein Verdienst besonders zu schätzen.Er machte ihn zu seinem Rathgeber bei allen Unternehmungen,die er zur Verschönerung der Stadt auszuführen gedachte.Aber er vertraute ihm auch Arbeiten, bei welchen ihm Rosselino,Bildhauer und Architekt von Florenz beigeordnet wurde. Zudiesen gehörten einige Verbesserungen in dem Palaste des Pab-stes, in der Kirche von 5snts IVIsris und auch
die Wiederherstellung der Wasserleitung cke 1'syus vertueoder von Trevi. Alberti hatte auf dem Platze dieses Namensden Springbrunnen aufgeführt, welcher seitdem verschwunden,um demjenigen Platz zu machen, welchen die FreigebigkeitClemens XII. um die Mitte des letzten Jahrhunderts mit