Leon Batists Albern'.
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großen Kosten nach ver Zeichnung Nikolaus Salvi an seineStelle treten ließ. Vasari besaß die Zeichnung eines andernProjekts von Albcrti: es war eine offene Gallcrie längst derbeiden Seiten der Engelsbrücke zum Schutz und zur Bequem-lichkeit der Fußgänger. Dieß Projekt knüpfte sich an noch um-fassendere Ideen, welche Nikolaus V. in diesem ganzen Quar-tiere ausführen wollte. Allein diese Ideen starben mit diesemPabste, dem größten Liebhaber der Künste und der Architektur,den Rom besessen.
Glücklicher als Rom, hat Florenz noch jetzt sehr merkwür-dige Werke von Alberti auszuweisen. Mit Unrecht jedoch,schreibt man ihm die Fa^adc von 8snttz lVIsris Novells zu;sein Ruf könnte diese Meinung zwar allerdings rechtfertigen,wenn nicht der halbgothische Geschmack dieser Architektur schonhinreichend wäre, selbst seine entfernte Theilnahme an dieserErfindung zu widerlegen. In der That ist an dieser Kirchenichts von ihm, als die Pforte, die schönste, die man sehenkann, und welche zu Genüge beweist, daß ihr Urheber anallem Uebrigcn durchaus keinen Antheil haben konnte.
Aber Alberti widerlegte diese ziemlich allgemeine Meinungnoch augenscheinlicher durch die schöne Fa^ade des Palastes Ru-cela'i, 8trsta äella Vi^ns und durch die I^OA^IS gegenüber.Der Styl dieser Werke ist der, der besten griechischen Archi-tektur. Gleichwohl hat diese schöne I^o^ia Vasari veranlaßt,einige sehr sinnreiche Betrachtungen über die Nothwendigkeitanzustellen, in der Architektur die Praris mit der Theorie zuverbinden. Alberti gab hierzu wirklich durch einige Abweichun-gen in der Eintheilung seines Plans und die Errichtung seinerBogen Anlaß, wodurch er sich zu einigen Vorsprängen genö-thigt sah, deren Uebelstand durch die Regelmäßigkeit des ganzenübrigen Werkes noch mehr in die Augen springt.
Wenn er hier der Kritik einen Tribut bezahlte, so kannman hingegen behaupten, daß er bei einem andern Palaste
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