Band 
Erster Band.
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Simone Cronaca.

liche Ueberlegenheit über alle diejenigen verschafften, welche inihren Privatschulen geblidet, nichts wußten, als gerade das zuwiederholen, was schon ihr Meister wiederholt. Was Cronacabetrifft, so befolgte er keine andere Lehren, als die des Alter-thums und des Vitruvs, indem er jedoch mit denselben zugleichdie Beispiele desjenigen verband, der ihm auf dem nämlichenWege und in der Anwendung der nämlichen Doktrinen zu 'Florenz vorangegangen, nämlich des berühmten Brunelleschi .

Dieser große Architekt hatte bereits sowohl bei seinen alsbei den Denkmalen seiner Nachfolger mit der Nachahmung derscharfen Linien, der imposanten Massen und der grandiosenFormen der alterthümlichen Construktion den Reichthum unddie Reinheit der Säulenordnungen eingeführt; und schon mehrals ein Palast, welcher durch seine Größe die Construktiondes Mittelalters verdunkelt, zeichnete sich auch durch die An-wendung der Verhältnisse der Formen und der Verzierungender griechischen Architektur aus. In die Zahl derselben ge-hörten die Werke Brunelleschi's , Michelozzo's, Giuliano's undBenedetto's da Maiano .

Dieser Letzte hatte von Philipp Strozzi dem ältern denAuftrag erhalten, ,dem Ehrgeize, welchen damals alle großenund reichen Personen mit ihm theilten, in der Erbauungeines prächtigen Palastes ein dauerndes Andenken zu hinter-lassen, Genüge zu leisten. Nie ist diese Art von Ehrgeiz besserbedient worden. Drei und ein halbes Jahrhundert sind bereitsüber diesen Palast hingestrichen, ohne an demselben den NamenStrozzi zu vertilgen, und da man heute dieses Gebäude nocheben so neu findet als an dem ersten Tage seiner Erbauung,so kann man vermuthen, daß in Ermanglung fremder Vernich-tungsanläffe, dasselbe die Absicht seines Stifters noch langeerfüllen werde.

Benedetto da Maiano , welcher diesen Bau nach einemviereckigen und isolirten Grundrisse begann, fand von Seiten