Band 
Erster Band.
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Simone Cronaca.

die Energie seiner kolossalen Construktionsart, besonders nachdem Maaße und der Dauerhaftigkeit der Steine vorstellen,mit welchen das Aeußere desselben aufgeführt ist. Auch mußman alle Gebäude von einiger Wichtigkeit, die sich eben soin gerader Linie mit einem, verschieden profilirten Gesimseendigen, mit demselben vergleichen und sich die Schwierigkeitendenken, das richtige Verhältniß von Maaß, Geschmack, Formund Verzierung zwischen dem zu treffen, was der Kopf undwas der Leib eines solchen Werkes wird.

Diese Betrachtungen sind nothwendig, um sich's zu erklären,woher es komme, daß unter so vielen Hauptgesimsen vonPalästen zwei einzige als Muster dieser Art im Großen an-geführt werden, nämlich die des Palastes Farnese zn Rom ,von Michel Angelo, und zu Florenz die des Palastes Strozzivon Cronaca. Uebrigens kann das Verdienst von Werkendieser Art nur durch die Zeichnung begreiflich gemacht werden;und wir schmeicheln uns, daß der an der Spitze dieser histo-rischen Notiz befindliche Aufriß die Ansicht des Originals allendenjenigen ersetzen wird, die dasselbe nicht kennen. Eine be-sondere Aufmerksamkeit Cronaca's darf man hier nicht mitStillschweigen übergehen. Da er die Profile seines Gesimsesoben an einem Gebäude anzubringen hatte, dessen Oberflächedurch mehr oder weniger vorspringende Bossagen durchschnitten,welche nur zu sehr geeignet waren, den Effekt der Profile zuvernichten, so verfiel er auf den Gedanken zwischen der ober-sten Reihe der Bossagen und dem Gesimse einen Zwischenraumvon drei Schichten oder Reihen mit glatten Steinen zu besetzen,wodurch es ihm möglich wurde, sein Gesims sehr glücklich zuisoliren.

Man behauptet, daß Cronaca die Verhältnisse seines Ge-bälkes von einem alterthümlichen Werke entlehnt. Allein dieVerhältnisse der Dimension, der Form, des Charakters, desOrtö, der Stelle und des Effekts, welche aus der besondern