Bramante.
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Doms vorgenommene Veränderung, veranlaßte Modifikationen,welche dem ganzen Plane, so wie ihn Bramante entworfen,ein anderes Ansehen gaben.
Man sieht hieraus, daß, die allgemeine Idee des Denk-mals und die vier großen Bogen des Doms ausgenommen,der einzige Ruhm dieses Architekten in Betreff der St. Peters-kirche nur noch darin besteht, der erste Urheber und wahreStifter derselben gewesen zu seyn; denn man kann im Grundedem Bernardo Rosielino dieses Verdienst nicht beimessen, ob-gleich er, wenn man so sagen darf, den ersten Keim diesergroßen Basilika gepflanzt.
Dcmungeachtct fand Bramante in demjenigen, was erausführte, mehr als eine Gelegenheit, Beweise seiner Erfin-dungskraft und seltenen Einsicht an den Tag zu legen. Manverdankt ihm zum Beispiel die Erneuerung eines Verfahrensder Alten bei der Construktion der Gewölbe, in Folge dessendie Letzteren, wenn man die Bogengerüste wegnimmt, sichgänzlich mit Bildschnitzarbeiten und allen ihren Feldern ge-ziert darstellen. Dieses Verfahren besteht darin, daß man dieGewölbe mit derjenigen Arbeit beginnt, welche sonst der Ord-nung nach die Letzte zu seyn pflegt. Man bringt nämlichauf den Bogenstellungen hölzerne Modelle oder Formen an,in welchen das Blumenwerk, die Gesimse und die übrigenVerzierungen der Felder, mit welchen das Gewölbe geschmücktwerden soll, hohl ausgeschnitten sind. In diese gießt manStuck aus Kalk und Marmorstaub bereitet und bildet dannüber denselben das Gewölbe mit Ziegelsteinen oder anderenMaterialien, aus denen es bestehen soll. Wenn die Construk-tion beendigt und die Gerüste weggenommen worden, bedürfendie auf diese Weise gegossenen Verzierungen nur noch einerleichten Nachhülfe.
Bramante bediente sich auch, um die Gewölbe der St.Peterskirche zu bauen, des sinnreichen beweglichen und gespreng-