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Champenoise in Marsch zu setzen, nach Dergeres verwies, wird Marmontzur Last gelegt, daß er die Stellung bei Soudo-St.-Croix zu schnell ver-ließ, und dadurch dein Fußvolke seines College» die Zeit, sich angemessen*)aufzustellen, raubte. Beiden französischen Heerführern wird ferner vorge-worfen, daß sie sich bei ihrem weiteren Rückzüge nicht links, um Pacthoddie Hand zu reichen, gehalten und daher auch den für sie so unheilvollen Engpaßvon Connantray nicht vermieden haben "). Endlich wird ihnen zum Fehlerangerechnet, daß sie, nachdem in Folge des Erscheinens Pacthods dieverbündete Reiterei mit ihren Angriffen auf sie einhielt, sich aus Allcment,und nicht sogleich auf Sezanne, wo sie durch die Truppen des GeneralsCompans verstärkt worden wären, zurückgezogen haben. Was die Ver-bündeten betrifft, war ihre Unkcnntniß der Umstände Ursache, daß dieCorps der Marschällc Marmont und Mortier, wenn nicht ganz aus-gelost, so doch von der Richtung nach Paris vollständig abgedrängt wurden*").
Merkwürdig ist dqs Treffen von Ferc,Champenoise besonders auchdadurch, daß von Seite der Verbündeten nur Reiterei in das Gefechtkam, daß der Kampf von ihr eingeleitet, begonnen, durchgeführt, vollendetwurde. Es ist sonach das Doppeltrcffcn von Fcre-Champenoise ein schla-gender Beweis gegen die Verkleinerte dieser Waffe, denn die Marschällc hattenaußer der Infanterie und einer sehr überlegenen Artillerie, doch auch anüooo Mann Cavallerie bei sich, während in dem Falle Pacthods dieverbündete Reiterei es lediglich mit Fußvolk ch) und auch, wenigstens biszum Momente des Rückzuges nach dem Moraste von St. Gond, mit über-legener Artillerie zu thun hatte. Zwar wird die Reitermasse, welche inBewegung gesetzt wurde, zu 10,000 Mann vom schlesischcn, und zu 12,000Mann vom Haupthecrc angegeben, aber nicht nur ist diese Gcsammtzahlvon 22,000 Reitern geringer als die Streitmacht der Marschällc und desGenerals Pacthod: sondern es nahmen an dem Gefechte wirklich Theilbloß üOOO Reiter von der schlesischcn und 8000 Mann von der Hauptarmce,also im Ganzen nur 13,000 Mann Diese rieben zwei feindliche
*) In der Aufstellung bei Sommesous waren die Corps der beiden Marschälledurch einen sumpfigen Bach getrennt.
. ") kock. II. 393, 394.
*") Hierüber sagt General Clausewiß, VII. 454: „Hätte man von Seite derVerbündeten alle Umstände gekannt, so hätte der General Dork, der den 24. beiChateau-Thicrry über die Marne und bis Viffort ging, den 25. allenfalls vorden Marschälle» in Sezanne sein können, denn von Viffort dahin ist 4z, von Soude-St.-Croir aber sechs Meilen; außerdem mußten sich die Marschälle schlagend bisdahin zurückziehen- Sie kamen auch erst um 2 Uhr des Nachts in der größtenUnordnung dort an; hätten sie ein beträchtliches Corps daselbst gefunden, so konntensie nur nach der Aube hin ausweichen; eine große Straße dahin hatten sie nichtmehr, ihr Marsch entfernte sie nicht gehörig vom verfolgenden Feinde, sie mußtendie Aube passiren, die vielleicht durch kleine Haufen der Verbündeten besetzt war,mit einem Worte, ihre Lage wurde dadurch sehr schlimm, und es wäre kaum nocheine Wahrscheinlichkeit gewesen, daß sie entkommen würden, ohne ganz aufgelöstzu werden."
ch) Die zwei oder drei Schwadronen, die gleich anfangs von Korff versprengtwurden, fallen bei dem eigentlichen Gefechte ganz weg.
sich) Siehe die Berechnung des Majors Schels (österreichische Militairzeitschrift von1839, I. 109, 11Ü) und Michailofskp-Danilefskys, II. 11d.