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Mit der Erstürmung dcs Montmartre waren die Feindseligkeiten nochimmer nicht völlig beendet. Die Nationalgarden, welche Batignollcs zuvertheidigen angewiesen waren, erhielten Unterstützung durch zwei Schwadronender Reiterei Bclliards, welche, im Rüekzugc über die äußeren Boulevardsnach der Barriere Clichy begriffen, aufgefordert wurden, nach jener äußerenVorstadt zu eilen, und deren linke Flanke zu decken. Kurze Zeit hieltendiese Reiter die russischen leichten Truppen zurück, mußten sich aber vorderen Uebermacht nach der Barriere von Monccaux zurückziehen. DaBatignollcs jetzt nicht nur auf den Straßen von St. Oucn und Clichymit Angriff, sondern nach Eroberung des Montmartre von da aus auchmit Umgehung bedroht war, floh die Nativnalgardc nach der Barriere vonClichy. Diese wurde von dem Marschall Moncey vertheidigt. Er ließein viereckiges Haus, das vor der Barriere lag, besetzen, und durch dieNationalgarden aus den Fenstern und vorn Dache, so wie mit den imTambour stehenden Geschützen, so stark gegen Batignollcs feuern, Laß sichdie russischen Scharfschützen in die Häuser werfen mußten. Da der Marschallbefürchtete, die Russen möchten in dem oberen Theile von BatignollcsGeschütz aufstellen, und die Palissaden dcs Tambours zerschießen, ließ er,um dessen Vertheidigern den Rückzug zu sichern, zwei Barricaden hintereinandererrichten. Die Russen unterhielten aber nur aus den Häusern vonBatignolles ein lebhaftes Scharfschützcnfeucr gegen die Vertheidiger derBarriere. Da ertönte Trompctcnschall, ein Parlcmentair erschien undverkündete den Waffenstillstand. Sogleich hörte das Feuer zwischen Batignollcsund der Barriere auf. Der Parlemcntair sprengte weiter, und es hörtealsbald auch das Scharfschützengcfecht auf, welches dcr Vortrab dcs GeneralsEmanucl an der Barriere de I'Etoilc mit der ersten Legion der PariserNaticnalgarde begonnen hatte. Für eine kurze Zeit noch entbrannte ander Barriere von Clichy Las Feuer neuerdings* *), dann wurde Alles still,die Entscheidungsschlacht war zu Ende.
Der Verlust der Franzosen und der Verbündeten in der Schlacht von
Barrieren, und bat, im russischen Lager durchgelaffcn zu werden, was man abernur den Frauenzimmern erlaubte." Weit denkwürdiger ist aber folgende Thatsache,die man dem General Michailofsky-Danilcfsky wohl unbedingt glauben zu muffenscheint, da er sie nicht drucken lassen konnte, wenn sie unwahr wäre, ohne dieserUnwahrheit geziehen zu werden: „Die Franzosen flüchteten (bei Erstürmung desMontmartre), um dem Bajonnctte zu entgehen, in der größten Unordnung nachParis, von den Scharfschützen verfolgt, welche jedoch aufgehalten werden mußten,da,der Kaiser Alexander noch an demselben Morgen die Befehls-haber der Corps dafür verantwortlich gemacht hatte, daß keineinziger Soldat in die Barrieren von Paris eindringen solle."Das erinnert lebhaft an den gleichnamigen makedonischen Helden, welcher, alser den Orient eroberte, keine andere Hauptsorge kannte als um Las, was man zuAthen von ihm sagen würde-
*) Die Nationalgarden an der Barriere von Clichy bemerkten nämlich, daß dieRussen, welche die Häuser von Batignolles besetzt gehabt hatten, Bewegungen machten,welche ihnen auf einen Angriff zu deuten schienen. Sogleich begann das Feuerwieder. Marschall Moncey und ein Offizier des Generals Längeren erschienen, dasFeuer einzustellen, und der Chef des Gcneralstabcs dcs Marschalls begleitete denOffizier nach dem Montmartre, um mir dem russischen Befehlshaber die Mittel zuverabreden, jedem ferneren, unnützen Blutvergießen Einhalt zu thun.