Band 
Erster Band.
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Raphael Sanzio .

Ganze dieser Stadt wieder in den vorigen Stand zu setzenund sie den Augen der Architekten darzustellen (ut inte^rsmurlwrn arelritectoruin oculls consisteranstain propoueret).

Calcagnini, ein berühmter Schriftsteller und ZeitgenosseRaphaels, berichtet das Nämliche in noch nachdrücklicherenWorten: „Ich spreche nicht, sagt er, von der Basilika desVatikans, deren Architektur Raphael dirigirte, sondern viel-mehr von der ganzen Stadt Rom , welche durch ihn in ihrenehemaligen Zustand zurück gerufen und mit Hülfe der Schrift-steller, ihrer Beschreibungen und ihrer Erzählungen wieder ihrefrühere Schönheit erhalten sollte. Auch erregte er die Bewun-derung des Papstes Leo X. und aller Römer in einem solchenGrade, daß ihn jedermann gewissermaßen für eine Gottheithielt, die vom Himmel herabgekommen, um die ewige Stadtwieder in ihren alten Glanz herzustellen." (Ilt czu»8i coelrtusllemr58uni uuiuen, ack »eteruanr urlwnr in z)ri8tiusni ma-je8tatom reziaranckanr oinuos 1roniiue8 8U8piciant.) Es istdemnach bewiesen, daß Raphael, der, wie man weiter obengesehen, Zeichner bis nach Griechenland gesandt, in einer allge-meinen Arbeit die Wiederherstellung aller alterthümlichen Ge-bäude Roms übernommen.

Dadurch scheint die Meinung noch mehr bestätigt zu werden,daß ein an Leo X. adressirter Brief, oder wie man jetzt sagenwürde, ein Bericht oder Memoire, welcher Castiglione zuge-eignet wurde, weil er nach dessen Tode unter seinen Papierengefunden worden, wenigstens was den größten und wichtigstenTheil seines Inhalts betrifft, das Werk Raphaels selbst war.

. 'Man wird um so mehr bewogen, dieß zu glauben, alsdieser Bericht zugleich mit Zeichnungen, Betrachtungen, Pro-jekten und graphischen Arbeiten begleitet war, die nur dasWerk des Künstlers, nicht wohl aber des Verfassers des Oor-ti^iano seyn konnten. Wie könnte man sich vorstellen, daßder Papst eine solche Arbeit dem Castiglione, welcher damals