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Erster Band.
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Antonio Sän Gallo.

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Die öffentliche Meinung hatte sich so allgemein zu seinenGunsten ausgesprochen, daß, als der Kardinal Farnese (nach-maliger Papst unter dem Namen Paul III. ) seinen altenPalast von cli Iwre rcstauriren lassen wollte, er

sich vorzugsweise an ihn wandte und hierüber ein neues Pro-jekt von ihm verlangte. Die Absicht des Kardinals wardamals keineswegs, ein ganz neues Gebäude, noch wenigeraber den großen Palast Farnese aufführen zu lassen, welcherhinsichtlich der Größe der Masse, der Regelmäßigkeit desGanzen und der Vortrefflichkeit der Architektur, nach derMeinung der Künstler bisher unter allen berühmten Palästenden ersten Rang behauptet. Glücklicherweise war das GenieSän Gallo's vorhersehend und der Geschmack des Kardinalswar es nicht minder, indem dieser das Projekt genehmigte,welches jener ihm vorlegte. Dieses Projekt zunächst nacheinem mittlern Maaßstabe entworfen, hatte das eigenthümliche,daß es, wie wir in der Folge sehen werden, nicht nur einigerVergrößernng, sondern sogar fähig war, sich, unter Beibe-haltung alles dessen, was schon bestand, nach den großenMaaßen auszudehnen, welche zuletzt der große Reichthumder Farnese verlangte.

Eines der ersten Werke Sän Gallo's zu Rom , welchesman zugleich zu seinen besten zählt, ist die Kirche unsererlieben Frau von Loreto auf dem Platze der Trajanssäule .Der Grundriß ist übrigens nicht von ihm und das Gebäudeschon 1507 begonnen worden, als er noch ein junger Schülerwar. Man eignet ihm blos die Vollendung und die Ver-zierung derselben zu. Ueber eine viereckige mit gekuppeltenPilastern von zusammengesetzter Ordnung gezierte Masse er-hebt sich eine Kuppel mit doppeltem Gewölbe, deren Trommelachteckig ist und im Allgemeinen zu hoch scheint. Das Inneredes Doms, welcher allein die ganze Kirche bildet, hat eben-falls acht Seiten. Das Hauptverdienst dieser Kuppel, das-