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Antonio Sän Gallo.
wovon jede allein genügen würde, den Ruf eines Baumeisterszu begründen. Indessen übergehen wir stc, so wie die Befe-stigung von Perusa, Ascoli u. s. w. mit Stillschweigen. DieseWerke der Militär-Architektur machen zwar allerdings demKünstler Ehre; aber sie verkündigen nur zu oft Epochen, welchegewöhnlich den Künsten sehr nachtheilig sind.
Wenige derselben waren für die Künstler und Künste sotraurig, als die Epoche von 1527, wo Rom von den teutschenTruppen eingenommen und geplündert wurde. Die schönstenDenkmäler wurden verschändet, viele Künstler gingen zu Grundeund fast alle übrigen zerstreuten sich. Clemens VII. zog sichmit dem päpstlichen Hofe nach Drvietto zurück.
Da sich in dieser Stadt der Mangel an Wasser. fühlbarmachte, so baute hier Sän Gallo einen Brunnen, welchenman zu den vorzüglichsten Werken dieser Art zählen kann.Er ist in einem Umfange von 25 Ellen ganz von Werkstückenerbaut. Zwei gewundene Treppen, welche Eine über die Anderein den Tufstein gearbeitet sind, führen die Lastthiere, die manzum Wasserschöpfen braucht, in die Tiefe. Auf einem dieserAbhänge gelangen sie bis auf die Brücke, wo sie beladen wer-den, und um auf dem Andern wieder herauf zu gehen, habensie nicht nöthig sich umzukehren, sondern finden oben ein an-deres, dem ersten entgegengesetztes Thor. Die Deffnung desBrunnen ist so geräumig, daß das Tageslicht sich bis in dieTiefe verbreitet, so daß die Abhänge der in der Runde heruman die Mauer gebauten Treppe durch die in ihrer ganzen Höheangebrachten Fenster hinlänglich erhellt werden.
Wenn Sän Gallo's mannichfaltige Talente der verschie-densten Erfindungen fähig waren, so glich anderseits seineThätigkeit seinem Genie und verschaffte ihm die Mittel, sichgleichsam zu vervielfältigen, um alle dieselben auchühren zukönnen. Man hat bemerkt, daß er zu gleicher Zeit Arbeitenin fünf Städten geleitet; nämlich: die Bcfesiigungswerke von