Band 
Erster Band.
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Antonio Sän Gallo.

18 t

Versuche keinen Erfolg; aber das Denkmal befindet sich bisbeute noch in dem, nämlichen Zustand der Nichtvollendung.Ein kleiner Kostenaufwand würde hinreichen, das Ganze zuvervollständigen, wodurch der Architektur eines der schönstenModelle für Thore gegeben würde.

Sän Gallo baute für sich selbst einen sehr schönen Palastin der Straße Giulia, welcher nachher dem Kardinal Ricciogehörte und in der Folge von der Familie Sachetti erworbenund vergrößert wurde, deren Namen er noch gegenwärtigträgt. Seine Fa^ade besteht aus zwei Etagen, zwischen welcheneine kleinere (un merranino) angebracht ist. Jede Fayadehat sieben Fenster in der Fronte. Im Erdgeschosse nimmtdie Thüre die Stelle des mittlern Fensters em. Die Gesimseder Fenstereinfassungen sind ein wenig zu sehr mit Profilenüberladen. Die Kragsteine sind etwas schwerfällig und habenzuviel Vorsprung. Die nämliche Bemerkung gilt auch vonder Thüre. Man bemerkt, daß die Oeffnung der Fenster derersten Etage etwas pyramidal ist. Das Alterthum bietet mehrereBeispiele ähnlich gestellter Einfassungen dar. Sän Gallo be-diente sich derselben auch bei den Fenstern und Thüren desErdgeschosses in dem Hofe des Palastes Farnese. Uebrigensist die allgemeine Anordnung so wie ins besondere die derFa^ade von einem verständigen und regelmäßigen Geschmackeund trägt das Gepräge einer großen Solidität.

.Paul III. (Farnese) hatte den heiligen Stuhl bestiegen.Bisher waren dem Bau der St. Peterskirche alle erdenklicheverdrießliche Vorfälle in den Weg getreten. Sagen wir nur:diese Unternehmung, von Bramante so im Großen erfunden,war von ihm übel begonnen worden. Wir sprechen nicht vonder Schwäche seiner Construktionsmittel, welcher man seitdemvon allen Seiten zu Hülfe kommen mußte; sondern von derunzusammenhängenden Weise, wie er gleich anfänglich (vielleichtaus Nothwendigkeit) bei der ersten Anlage des Gebäudes ver-